TWD Geschäftsbericht 2025

| 39 Das nach wie vor sehr dynamische energiewirtschaftliche Umfeld hat die SachsenServices auch in diesem Geschäftsjahr überaus gefordert, sodass das Arbeitsaufkommen in den Dienstleistungsbereichen Abrechnung, Kundenservice und Forderungsmanagement auf dem hohen Niveau des Vorjahres bestehen blieb. Insbesondere waren die Umsetzung des 24-Stunden-Lieferantenwechsels, die weiterhin stark ansteigende Anzahl an Einspeiseanlagen sowie die Vielzahl von neuen gesetzlichen und regulatorischen Veränderungen Schwerpunktthemen für die SachsenServices im Jahr 2025. Das stark zunehmende Zusammenspiel zwischen Energie, Mobilität und Telekommunikation infolge der fortschreitenden Digitalisierung verändert die energiewirtschaftlichen Ökosysteme nachhaltig. Infrastrukturen, die traditionell getrennte Sektoren bedienten, verschmelzen zunehmend. Die SachsenServices begegnet diesen Entwicklungen aktiv durch einen grundlegenden Perspektivwechsel in der Prozessgestaltung und -ausführung. Aus diesem Grund lag ein weiterer Schwerpunkt der SachsenServices im Jahr 2025 auf dem gezielten Einsatz von künstlicher Intelligenz im Kundenservice. Die eingeführte Intenterkennung zeigte bereits im laufenden Betrieb ihre Wirksamkeit: Sie klassifiziert eingehende Kundenanliegen automatisiert, extrahiert relevante Informationen und ermöglicht eine effiziente Weiterverarbeitung. Dadurch konnten die Bearbeitungszeiten reduziert und die Servicequalität spürbar gesteigert werden. Ergänzend dazu wurde ein Voicebot zur Zählerstandserfassung in ersten Pilotprojekten erfolgreich eingesetzt. Die aus diesen Anwendungen gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für den weiteren Ausbau KI-gestützter Lösungen im Kundenservice. Das Ziel besteht darin, Effizienzpotenziale zu heben und gleichzeitig die Kundenzufriedenheit nachhaltig zu erhöhen. Neben der Optimierung bestehender Dienstleistungen treibt die SachsenServices kontinuierlich die Erschließung neuer Geschäftsfelder voran. Im Geschäftsjahr 2025 unterstützte das Unternehmen die SachsenEnergie-Unternehmensgruppe weiterhin erfolgreich beim Ausbau der Geschäftsbereiche Breitband/Telekommunikation und Elektromobilität. Ein besonderer Fokus lag zudem auf der Betreuung des wachsenden Einspeisegeschäftes. Hier wurden unter anderem neue Prozesse zur Kundenbetreuung weiter etabliert. Angesichts der weiterhin hohen Dynamik in der Energiewirtschaft sowie der fortschreitenden Sektorkopplung wird die SachsenServices auch 2026 ihre Prozesse konsequent weiterentwickeln. Ziel ist es, die digitale Transformation weiter voranzutreiben, neue Wertschöpfungspotenziale zu erschließen und die Dienstleistungen flexibel an sich verändernde Marktanforderungen anzupassen. 6.5.3 Immobilien Das Geschäft der DGI Gesellschaft für Immobilienwirtschaft mbH Dresden (DGI) ist unverändert die Bewirtschaftung, Entwicklung und Vermarktung von Grundstücken im Ostragehege Dresden. Die TWD hat im November 2024 die Geschäftsführung der DGI beauftragt, Maßnahmen zur Restrukturierung vorzubereiten und umzusetzen. Dazu zählt der Verkauf des Trainingszentrums des SG Dynamo Dresden e. V. (SGD). Der Kaufvertrag über den Verkauf des Trainingszentrums an die SGD wurde am 1. April 2025 abgeschlossen. Der vereinbarte Kaufpreis wurde im Geschäftsjahr 2025 vereinnahmt. Weil die konkrete Verkaufsabsicht im Jahr 2024 getroffen wurde, erfolgte die Forderungsberichtigung bereits im Jahresabschluss 2024. Dieser Forderungsverlust resultierte aus der langen Restlaufzeit des ursprünglichen Mietvertrages mit der SGD bis zum Jahr 2045 und einem hieraus resultierenden Abschlag aufgrund vorzeitiger Tilgung. Für das einzige verbliebene Grundstück der DGI (Erlweinturm) wurde die Dachsanierung im Vorjahr abgeschlossen. Die Maschinenhalle im Erlweinturm konnte an die Messe Dresden vermietet werden. Inzwischen wurde das Mietverhältnis zum 30. Juni 2026 gekündigt. Die Gebäudeteile Turm und Turmanbau sind beräumt und unsaniert. Eine wirtschaftliche Nutzung im jetzigen Zustand ist noch nicht möglich. Die Bemühungen der DGI zum Verkauf des Grundstücks werden weiterhin fortgesetzt. Der Gesellschafter der DGI hat am 8. April 2026 die Verschmelzung der DGI auf die Technische Werke Dresden GmbH rückwirkend zum 1. Januar 2026 beschlossen. Das Kongress- und Veranstaltungsgeschäft ist für den Wirtschaftsstandort Dresden von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Gemeinsam mit den privaten und städtischen Partnern ist das Einwerben von Kongressen und Veranstaltungen fokussiert auf die zur Landeshauptstadt passenden und wirtschaftlich relevanten Kompetenzfelder. Ein zentraler Baustein für Dresden als Kongressstandort ist hierbei das direkt an der Elbe gelegene Kongresszentrum, welches eine Gesamtkapazität von bis zu 5 000 Personen für Großveranstaltungen, auf der Saalebene eine Kapazität für bis zu 4 500 Besucher und eine Ausstellungsfläche von ca. 3 000 m² bietet. Auch in 2025 wurde das Investitionsprogramm zur Instandhaltung und Modernisierung des Kongresszentrums fortlaufend umgesetzt, um dem Betreiber – der Maritim Hotelgesellschaft – ein attraktives und zeitgemäß ausgestattetes Gebäude zur Verfügung zu stellen. So wurde in 2025 u. a. das Mobiliar des Kongresszentrums erneuert. Das Buchungsverhalten hat sich auch in 2025 positiv weiterentwickelt. Die künftigen Aktivitäten der Objektgesellschaft Kongresszentrum Neue Terrasse Dresden mbH (NTD), des Betreibers und der Landeshauptstadt Dresden sind auf einen weiteren Erhalt der Wettbewerbs- und Vermarktungsfähigkeit des Kongresszentrums, verbunden mit dem Ziel der Zunahme der Veranstaltungsdichte und Auslastung ausgerichtet.

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