TWD Geschäftsbericht 2025

4 | 1 EINLEITUNG Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Geschäftspartner, das Geschäftsjahr 2025 war für alle in den Technischen Werken Dresden (TWD) zusammengefassten Unternehmen von anspruchsvollen Rahmenbedingungen geprägt. Steigende Kosten, dynamische regulatorische Entwicklungen sowie strukturelle Veränderungen stellten hohe Anforderungen an Steuerung und Effizienz. Gleichwohl ist es gelungen, wichtige Fortschritte bei der Weiterentwicklung der Infrastruktur zu erzielen und damit die Grundlage für eine verlässliche und zukunftsfähige Daseinsvorsorge in Dresden und der Region weiter zu stärken. Mit rund 195,7 Millionen Fahrgästen blieben die Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB) und die mit ihr verbundene Verkehrsgesellschaft Meißen (VGM) für viele Menschen eine verlässliche Säule ihres Alltags und konnten das hohe Niveau des Vorjahres bestätigen. Die sehr gute Bewertung im ÖPNV Kundenbarometer unterstreicht die hohe Zufriedenheit der Fahrgäste und die Leistungsfähigkeit des Angebots. Gleichzeitig bleibt die wirtschaftliche Situation angespannt und stellt die langfristige Sicherung eines leistungsfähigen ÖPNV vor große Herausforderungen. Die Folgen des Deutschlandtickets führen weiterhin zu deutlichen Verschiebungen in den Tarifstrukturen und zu einer wachsenden Abhängigkeit von öffentlichen Ausgleichszahlungen. Zugleich steigen die Aufwendungen für Personal-, Bau- und Dienstleistungen sowie die Investitionserfordernisse im Zuge der Verkehrs- und Digitalisierungswende. Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Höhe von 57,5 Millionen EUR realisiert. Eine verlässliche und langfristige Finanzierung bleibt damit zentrale Voraussetzung für die Mobilität der Zukunft. Die Stadtreinigung Dresden GmbH erfüllte auch im Jahr 2025 zuverlässig ihre Aufgaben und leistete einen wichtigen Beitrag zu einem sauberen und lebenswerten Stadtbild. Das Abfallaufkommen blieb weitgehend konstant mit rund 67 465 Tonnen gesammeltem Restabfall aus Dresdner Haushalten. Verlängerte Winterphasen führten zu einem erhöhten Winterdienstaufwand und gleichzeitig zu Einschränkungen in der Reinigungsleistung. Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostenoptimierung wurden weiter konsequent vorangetrieben. Die Dresdner Bäder GmbH blieben im Geschäftsjahr 2025 mit rund 1,5 Millionen Gästen wichtiger Ort für Sport, Gesundheit und Gemeinschaft. Der Rückgang um 180 000 Gäste ist insbesondere auf das planmäßige Auslaufen des Mietvertrages für das Elbamare sowie eine witterungsbedingt schwächere Freibadsaison zurückzuführen. Gleichzeitig blieb die Nachfrage im Schul-, Vereins- und Kursbereich stabil auf hohem Niveau. Um die Wirtschaftlichkeit zu sichern und den nachhaltigen Betrieb weiter zu stärken, wurden gezielte Maßnahmen umgesetzt – darunter der Ausbau erneuerbarer Energien sowie die Einführung digitaler und automatisierter Prozesse. Die Dresden IT GmbH setzte ihre Rolle als zentraler IT Dienstleister des Konzerns konsequent fort und leistet damit einen wesentlichen Beitrag für die digitale Zukunftsfähigkeit der TWD. Im Mittelpunkt standen Transformationsprojekte zur Standardisierung und Harmonisierung der IT Systeme, insbesondere im Zuge der Migration auf moderne SAP-Plattformen. Gleichzeitig wurde die Zusammenarbeit innerhalb des Konzerns weiter intensiviert und der Aufbau gemeinsamer IT Services vorangetrieben. Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an die Informationssicherheit gewinnt zudem der Schutz vor Cyberrisiken zunehmend an Bedeutung. Der Aufbau eines konzernweiten Security Operation Centers ist ein wichtiger Schritt, um die digitale Resilienz nachhaltig zu stärken. Im Immobilienbereich stand das Jahr 2025 im Zeichen der konsequenten Weiterentwicklung und Neuordnung bestehender Strukturen. Mit dem Verkauf des Trainingszentrums an die SG Dynamo Dresden wurde ein bedeutender Schritt im Rahmen der Restrukturierung erfolgreich umgesetzt. Durch kontinuierliche Investitionen wurde zudem das Kongresszentrum Dresden weiter gestärkt und als wichtiger Impulsgeber für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort positioniert. Auch im Bereich Telekommunikation setzte die SachsenGigaBit GmbH ihre dynamische Entwicklung fort und trägt damit maßgeblich zur digitalen Vernetzung der Region bei. Neben dem kontinuierlichen Ausbau der Glasfaserinfrastruktur wurden verstärkt eigenwirtschaftliche Projekte realisiert und Kooperationen im Sinne eines Open-Access-Ansatzes weiterentwickelt. Darüber hinaus engagiert sich das Unternehmen in zukunftsweisenden Technologien und Infrastrukturprojekten, unter anderem im Bereich 450 MHz Mobilfunk sowie bei leistungsfähigen Rechenzentrums- und Netzlösungen. Die SachsenServices GmbH war auch im Jahr 2025 durch die anhaltende Dynamik der Energiewirtschaft stark gefordert. Regulatorische Neuerungen und steigende Anforderungen führten zu einer dauerhaft hohen Auslastung. Ein zentraler Schwerpunkt lag auf der weiteren Digitalisierung der Geschäftsprozesse. Durch den gezielten Einsatz von künstlicher Intelligenz im Kundenservice konnten Effizienzpotenziale erschlossen und die Servicequalität für die Kundinnen und Kunden spürbar verbessert werden. Gleichzeitig stärkt das Unternehmen durch die enge Verzahnung mit anderen Infrastrukturbereichen die integrierte Wertschöpfung im Konzern. Bei der SachsenEnergie AG war das Geschäftsjahr 2025 von hohen Investitionen in die Strom-, Wasser- und Glasfaserinfrastruktur geprägt. Damit leistet das Unternehmen einen zentralen Beitrag für die Energie- und Versorgungssicherheit in der Region. Ein Großteil der Wertschöpfung verblieb vor Ort – rund 60 Prozent der Aufträge wurden im Freistaat vergeben. Gleichzeitig stärkte SachsenEnergie ihre Rolle als verlässlicher Partner der Kommunen, etwa bei der Wärmeplanung, beim Ausbau und der langfristigen Sicherung des Stromnetzes oder bei innovativen Projekten wie dem ersten Schnellladepark in Pirna. Mit Blick auf den bis 2029 erforderlichen Investitionsbedarf von rund 3,5 Milliarden EUR wurden wichtige Finanzierungsgrundlagen geschaffen, unter anderem durch ein A+-Rating von Fitch sowie eine Finan­

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