Geschäftsbericht 2024

| 19 Insgesamt weist die TWD einen Jahresüberschuss von 6,6 Mio. EUR (i. Vj. Jahresfehlbetrag 7,3 Mio. EUR) aus. Der gegenüber Plan (0,3 Mio. EUR) höhere Jahresüberschuss resultiert hauptsächlich aus den Erträgen für Ertragsteuern früherer Jahre. Vermögens- und Finanzlage Das Anlagevermögen in Höhe von 1.165,5 Mio. EUR (i. Vj. 1.165,5 Mio. EUR) – im Wesentlichen Finanzanlagen – hat einen Anteil von 74,9 % (i. Vj. 70,6 %) an der Bilanzsumme in Höhe von 1.557,1 Mio. EUR (i. Vj. 1.651,3 Mio. EUR). Die Forderungen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Gewinnabführung sowie Forderungen gegen Tochtergesellschaften im Rahmen des Konzern-Cash-Managements. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen das Finanzamt aus Erstattungsansprüchen aus anrechenbarer Kapitalertragsteuer sowie Solidaritätszuschlag. Das Eigenkapital erhöhte sich durch das Jahresergebnis auf 1.026,2 Mio. EUR (i. Vj. 1.019,5 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote beträgt 65,9 % (i. Vj. 61,7 %) und das Anlagevermögen ist zu 88,0 % (i. Vj. 87,5 %) durch Eigenkapital finanziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verminderten sich um 18,5 Mio. EUR, hauptsächlich durch Tilgungen in geplanter Höhe. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter verminderten sich hauptsächlich durch die Tilgung von Darlehen im Rahmen des Liquiditätsverbundes mit der Landeshauptstadt Dresden. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus der Übernahme der Verluste der DVB, DDB und DGI sowie aus Liquiditätsdarlehen im Rahmen des Konzern-Cash-Managements. Der Finanzmittelfonds der TWD als Einzelgesellschaft entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt: Mio. EUR Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2023 0,5 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 0,0 Cashflow aus Investitionstätigkeit 12,7 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – 12,8 Finanzmittelfonds 31. Dezember 2024 0,4 Die Liquidität der TWD war im Geschäftsjahr 2024 jederzeit gesichert. Die Geschäftsführung schätzt die wirtschaftliche Lage der TWD GmbH als stabil ein. Zur wesentlichen Liquiditätssicherung der TWD GmbH wurde eine Kassenmittellinie über 170 Mio. EUR bis 30. Juni 2026 und einer Verlängerungsoption bis 31. Dezember 2026 mit der Landeshauptstadt Dresden abgeschlossen. 5.3 Erklärung zur Unternehmensführung Mit Inkrafttreten des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vom 24. April 2015 sind gemäß § 36 GmbHG, § 52 Abs. 2 GmbHG und § 5 EG-GmbHG Gesellschaften mit beschränkter Haftung, die dem Drittelbeteiligungsgesetz unterliegen, verpflichtet, für den Frauenanteil im Aufsichtsrat, in der Geschäftsführung sowie den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung Zielgrößen festzulegen. Eine Zielgröße für die erste und zweite Führungsebene wurde nicht festgelegt, da die TWD GmbH über flache Führungsstrukturen verfügt und keine durchgehende erste und zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung existiert. Die zuständigen Gremien der TWD GmbH als Einzelgesellschaft legten in 2022 Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und der Geschäftsführung fest, welche bis zum 30. Juni 2027 erreicht werden sollen. Für den Frauenanteil im Aufsichtsrat wurde eine Zielgröße von 30 % festgelegt. Aufgrund der Vertragslaufzeit der aktuellen Geschäftsführung wurde eine Zielgröße von 0 % für den Frauenanteil in der Geschäftsführung festgesetzt. Der Frauenanteil im Aufsichtsrat der TWD GmbH lag in 2024 bei 20 %. Die Zielgröße konnte demnach nicht erreicht werden. In der Geschäftsführung der TWD GmbH sind zum aktuellen Zeitpunkt keine Frauen vertreten. 5.4 Chancen- und Risikobericht Grundlage des Risikomanagementsystems im Konzern sind die entsprechenden Risikosysteme der Einzelgesellschaften, die stetig so weiterentwickelt werden, dass den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen früh erkannt werden. Auf Konzernebene erfolgt eine unternehmensübergreifende Aggregation der Risiken. Ziel des Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Dazu erfasst der Risikomanagementprozess die potenziellen Abweichungen von der geplanten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für den dargelegten Planungszeitraum. Abweichungen von dieser Planung werden als Risiken und Chancen erfasst. Der Betrachtungsschwerpunkt im Risikomanagement liegt auf dem mittelfristigen Planungszeitraum. Hinzu kommen Risiken und Chancen über diesen Zeitraum hinaus, wenn sie von besonderer Bedeutung sind.

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