TWD Geschäftsbericht 2025

32 | Ferner wurde mit der Planung eines Großwärmespeichers am Standort des Kraftwerks Nossener Brücke und eines Elektrodenheizkessels Dresden-Reick begonnen. Darüber hinaus wurden Modernisierungsmaßnahmen in bestehender Anlagentechnik in Dresden (GT-HKW Nossener Brücke, HKW Reick, HKW Nord) sowie in der Region durchgeführt, beispielsweise der Austausch des BHKW-Moduls im HKW Königswartha sowie der Beginn der Erneuerung des Wasserkraftwerks Seifersdorf. 2025 2024 2023 Fernwärmeabsatz (in GWh) 1 664 1 535 1 537 Wärme-/Kälteabsatz (in GWh) SachsenEnergie GSW 216 216 – 209 196 13 240 185 55 6.1.4 NaturKraft Mit dem im Jahr 2024 neu gegründeten Geschäftsfeld NaturKraft verstärkt SachsenEnergie das Engagement im Bereich der erneuerbaren Energien entsprechend den bundes- und landespolitisch formulierten Zielen deutlich. Bis 2030 sollen erneuerbare Energien mit einem Erzeugungs-/Speicherungsportfolio von 740 GWh installiert werden. Hierbei agiert der Teilkonzern entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Akquise, Projektentwicklung und Realisierung bis zum Betrieb sowie der Vermarktung von Windkraftanlagen, Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern. Ein zentraler Meilenstein 2025 war die Errichtung der Windräder im eigenentwickelten Windpark Reinsdorf bei Zwickau und die Fertigstellung eines dazugehörigen Umspannwerkes. Die Inbetriebnahme und der Netzanschluss erfolgt im ersten Quartal 2026. Die vier Windenergieanlagen erzeugen ca. 60 GWh/a grünen Strom und versorgen damit etwa 20000 sächsische Haushalte. Zwei weitere Anlagen wurden im Sommer 2025 behördlich genehmigt und sollen im Jahr 2027 in Betrieb gesetzt werden. Zusätzlich zur finanziellen Beteiligung der umliegenden Gemeinden am Ertrag der Windenergieanlagen durch die gesetzlich vorgesehene Kommunalabgabe, wurde 2025 auch eine individuelle Beteiligung der Menschen vor Ort ermöglicht: Über eine im September 2025 freigeschaltete Online-Plattform haben die Bürgerinnen und Bürger aus dem unmittelbaren Umfeld der Anlagen die Möglichkeit, mit einer finanziellen Beteiligung in den Windpark Reinsdorf zu investieren und können damit über einen Zeitraum von zehn Jahren von attraktiven Zinsen profitieren. Ein weiteres eigenentwickeltes Windenergieprojekt ist der Windpark Mannichswalde bei Crimmitschau. Nach der Genehmigung 2024 und der finalen Investitionsentscheidung 2025 begannen die bauvorbereitenden Maßnahmen. Die Inbetriebnahme ist ebenfalls im Jahr 2027 geplant. Die vier Windenergieanlagen sollen zukünftig 66 GWh/a regenerativen Strom erzeugen. Mit der Übernahme des Windparks Würselen bei Aachen vom Projektentwickler Energiekontor AG im Jahr 2025 erweiterte SachsenEnergie zudem sein Windportfolio räumlich. Damit wird sowohl der Ausbau grüner Erzeugungskapazitäten im Teilkonzern beschleunigt als auch die Abhängigkeit vom lokalen Wetter reduziert. Die drei Windenergieanlagen, die im Mai 2025 in Betrieb genommen wurden, erzeugen ca. 41 GWh/a grünen Strom und versorgen damit mehr als 12 500 Haushalte. Im Bereich der Photovoltaik wurde 2025 im Wesentlichen in die Umsetzung des Solarparks Neudorf-Zeithain – des derzeit größten PV-Projektes im SachsenEnergie-Teilkonzern – investiert. Auf einer Fläche von ca. 15 Hektar entsteht eine Anlage, welche zukünftig ca. 24 GWh/a Strom erzeugt. Dies entspricht einer klimaneutralen Versorgung von rund 8 800 durchschnittlichen Haushalten. Mit dem Bau des Solarparks entsteht ein Vorzeigeprojekt für den intelligenten Ausbau erneuerbarer Energien in Sachsen: Die Anlage befindet sich an einer Bahnstrecke, einer für Solaranlagen privilegierten Fläche, und wird in ein bestehendes Umspannwerk einspeisen, welches bereits für errichtete Windkraftanlagen in Streumen gebaut wurde. Außerdem soll der Solarpark zukünftig durch einen leistungsstarken 90 MWh Batteriespeicher ergänzt werden, der eine flexible Einspeisung ermöglicht und so Netzstabilität und eine bedarfsgerechte Versorgung unterstützt. 6.1.5 Wasser Das strategische Geschäftsfeld Wasser im SachsenEnergie- Teilkonzern gewährleistet eine nachhaltige und resiliente Wasserversorgung für die Landeshauptstadt Dresden sowie das Verbandsgebiet der Beteiligungsgesellschaft Wasserversorgung Brockwitz-Rödern GmbH. Dabei sichert SachsenEnergie jeden Tag die Versorgung sowohl mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser als auch mit Betriebswasser. Mit den benachbarten Wasserversorgungsunternehmen pflegt die Unternehmensgruppe grenzübergreifende Lieferbeziehungen und leistet vertraglich fixierte gegenseitige Unterstützung bei Havarien. Der Ausbau des bestehenden Versorgungssystems, wie die Ertüchtigung der bestehenden Wasserwerke Coschütz, Hosterwitz und Tolkewitz sowie die zukünftige, erneute Inbetriebnahme des Reserve-Wasserwerks Albertstadt sichern den Bedarf der Bevölkerung und der Industrie. Der geplante Neubau eines Flusswasserwerks für die Halbleiterindustrie mit dem dazugehörigen Transportsystem im Dresdner Norden ermöglicht eine Substitution von Trinkwasser durch speziell für die Industrie aufbereitetes Betriebswasser. Damit werden wert- volle Trinkwasserressourcen geschont und gleichzeitig die langfristige Entwicklung der Industrie in Dresden und Umgebung ermöglicht. Im Einklang mit der nationalen Wasser-

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