| 37 digitale Technologien zur Automatisierung und Effizienzsteigerung in den Kernprozessen eingeführt. Ein Schwerpunkt lag 2024 auf dem Ausbau automatisierter Abrechnungsprozesse sowie auf der Implementierung neuer Kommunikationslösungen im Kundenservice. Neben der Optimierung bestehender Dienstleistungen treibt die SachsenServices kontinuierlich die Erschließung neuer Geschäftsfelder voran. Im Geschäftsjahr 2024 unterstützte das Unternehmen die SachsenEnergie-Unternehmensgruppe erfolgreich beim Ausbau der Geschäftsbereiche Breitband/ Telekommunikation und Elektromobilität. Ein besonderer Fokus lag zudem auf der Betreuung des wachsenden Einspeisegeschäftes. Hier wurden nicht nur neue Prozesse zur Kundenbetreuung etabliert, sondern auch digitale Schnittstellen entwickelt, um die Integration neuer Anlagen effizienter zu gestalten. Angesichts der weiterhin hohen Dynamik in der Energiewirtschaft sowie der fortschreitenden Sektorkopplung wird die SachsenServices auch 2025 ihre Prozesse konsequent weiterentwickeln. Ziel ist es, die digitale Transformation weiter voranzutreiben, neue Wertschöpfungspotenziale zu erschließen und die Dienstleistungen flexibel an sich verändernde Marktanforderungen anzupassen. 6.5.3 Immobilien Das Geschäft der DGI Gesellschaft für Immobilienwirtschaft mbH Dresden (DGI) ist unverändert die Bewirtschaftung, Entwicklung und Vermarktung von Grundstücken im Ostragehege Dresden. Die positive Entwicklung am Immobilienmarkt in den vergangenen Jahren wirkt sich kaum auf die beiden Bestandsimmobilien der DGI aus, da diese durch ihre Lage im Ostragehege Dresden sehr stark von den speziellen Standortfaktoren abhängig sind. Für das seit Juli 2020 an die SG Dynamo Dresden e. V. (SGD) vermietete Trainingszentrum besitzt die DGI das zivilrechtliche Eigentum. Das wirtschaftliche Eigentum an dieser Immobilie wird im Ergebnis des Miet- und Optionsvertrages bei der SGD ausgewiesen. Die TWD hat im November 2024 die Geschäftsführung der DGI beauftragt, Maßnahmen zur Restrukturierung vorzubereiten und umzusetzen. Dazu zählen der Verkauf der Forderung gegenüber der SGD und der Verkauf des Erlweinturms. Der Chance auf sofortige Liquidität durch den Verkauf des Trainingszentrums stand das Risiko aus dem möglichen Forderungsverlust gegenüber. Im März 2025 wurden die Ver- handlungen über den Forderungsverkauf an die SGD finalisiert. Der Kaufvertrag wurde am 1. April 2025 abgeschlossen. Aus dem vereinbarten Kaufpreis ergab sich insgesamt ein Forderungsverlust in Höhe von 3 410 TEUR, der im Jahresergebnis 2024 erfasst wurde. Der Forderungsverlust resultiert aus der langen Restlaufzeit des ursprünglichen Mietvertrages mit der SGD bis zum Jahr 2045 und einem hieraus resultierenden Abschlag aufgrund vorzeitiger Tilgung. Für das einzige verbliebene Grundstück der DGI (Erlweinturm) ist die Dachsanierung in 2024 weitestgehend abgeschlossen. Die Maschinenhalle im Erlweinturm konnte daher bereits unterjährig an die Messe Dresden vermietet werden. Die Gebäudeteile Turm und Turmanbau sind beräumt und unsaniert. Eine wirtschaftliche Nutzung im jetzigen Zustand ist noch nicht möglich. Nach Abstimmungen mit dem Gesellschafter soll ein Verkauf dieses Grundstückes nur dann umgesetzt werden, wenn der Kaufpreis mindestens dem Restbuchwert zum Verkaufszeitpunkt entspricht. Das Kongress- und Veranstaltungsgeschäft ist für den Standort Dresden von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Gemeinsam mit den privaten und städtischen Partnern ist das Einwerben von Kongressen und Veranstaltungen fokussiert auf die zur Landeshauptstadt passenden und wirtschaftlich relevanten Kompetenzfelder. Ein zentraler Baustein für Dresden als Kongressstandort ist hierbei das direkt an der Elbe gelegene Kongresszentrum, welches eine Gesamtkapazität von bis zu 5 000 Personen für Großveranstaltungen, auf der Saalebene eine Kapazität für bis zu 4 500 Besucher und eine Ausstellungsfläche von ca. 3 000 m² bietet. Auch in 2024 wurde das Investitionsprogramm zur Erneuerung technischer Anlagen planerisch weiter vorbereitet und fortlaufend umgesetzt, um dem Betreiber – der Maritim Hotelgesellschaft – weiterhin ein attraktives, technisch sowie energetisch zeitgemäßes Gebäude zur Verfügung zu stellen. Gemäß Beschlussfassung des Dresdner Stadtrates wurde die Objektgesellschaft Kongresszentrum Neue Terrasse Dresden mbH im Oktober 2024 mit der weiteren Vorhaltung und Vermietung des Kongresszentrums betraut. Das Investitionsprogramm wird in 2025 fortgesetzt. Ein Schwerpunkt der energetischen Sanierung stellt dabei die Umstellung auf LED-Beleuchtung dar, für die die Stadt gesonderte Mittel zur Verfügung gestellt hat. Das Buchungsverhalten hat sich auch in 2024 positiv weiterentwickelt. Die künftigen Aktivitäten der NTD, des Betreibers und der Landeshauptstadt Dresden sind auf einen weiteren Ausbau der Wettbewerbs- und Vermarktungsfähigkeit des Kongresszentrums verbunden mit dem Ziel der Zunahme der Veranstaltungsdichte und Auslastung ausgerichtet.
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