52 | Das Zinsergebnis enthält Erträge und Aufwendungen aus der Ab- bzw. Aufzinsung von Rückstellungen (–3,2 Mio. EUR, i. Vj. –3,7 Mio. EUR). Die Zinserträge enthalten 1,0 Mio. EUR (i. Vj. 0,0 Mio. EUR) und die Zinsaufwendungen enthalten 0,0 Mio. EUR (i. Vj. 0,1 Mio. EUR), welche nichtkonsolidierte verbundene Unternehmen betreffen. Avalprovisionen sind in Höhe von 0,4 Mio. EUR (i. Vj. 0,4 Mio. EUR) enthalten. Es erfolgte eine Saldierung der Zinserträge aus dem Deckungsvermögen mit den Zinsaufwendungen aus den zugehörigen Rückstellungen. Es ergaben sich periodenfremde Zinserträge in Höhe von 0,2 Mio. EUR (i. Vj. 0,4 Mio. EUR) und periodenfremde Zinsaufwendungen in Höhe von 0,3 Mio. EUR (i. Vj. 0,3 Mio. EUR). Der TWD-Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2024 einen weltweiten Umsatz von 5.778,1 Mio. EUR und fällt daher in den Anwendungsbereich der OECD Mustervorschriften (OECD Pillar Two). Mit Bezug auf den TWD-Konzern ist die entsprechende deutsche Gesetzgebung am 28. Dezember 2023 in Kraft getreten. Die vom TWD-Konzern gehaltenen Tochtergesellschaften sind in Deutschland und Polen ansässig. Darüber hinaus verfügt der TWD-Konzern über keine weiteren ausländischen Beteiligungen und/oder Betriebsstätten. Die Tätigkeit des TWD-Konzerns gilt aufgrund der zum Stichtag gehaltenen drei ausländischen Beteiligungen in Polen, deren materielle Vermögensgegenstände innerhalb Polens 50,0 Mio. EUR nicht übersteigt, als Unternehmensgruppe mit untergeordneter internationaler Tätigkeit im Sinne des Mindeststeuergesetzes (§ 83 MinStG). Die TWD-Unternehmensgruppe ist daher in den ersten fünf Jahren beginnend ab 31. Dezember 2023 von der Mindeststeuer gem. § 2 MinStG befreit. 7.6 Sonstige Angaben 7.6.1 Haftungsverhältnisse Die folgende Haftungsverhältnisse bestehen im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr fort. Die DREWAG haftet als Rechtsnachfolger der Dresden Gas GmbH gesamtschuldnerisch für die noch bestehenden, vor der Abspaltung begründeten Verbindlichkeiten bei der SachsenEnergie AG (verbundenes Unternehmen) in Höhe von insgesamt 1.893 TEUR (i. Vj. 1.898 TEUR). Die Haftung ist auf den Betrag beschränkt, den die Gläubiger erhalten hätten, wenn die Spaltung nicht durchgeführt worden wäre (§ 11 Abs. 1 SpTrUG). 5 Reichsmark/Goldmark Ergebnisabführungsverträge zwischen den Konzerngesellschaften sind der Anteilsbesitzliste auf den Seiten 60 – 65 zu entnehmen. Im TWD-Konzern wurde eine Patronatserklärung für 50 % der Verbindlichkeiten der Biomethan Zittau GmbH gegeben. Zum Stichtag 31. Dezember 2024 valutiert das Darlehen mit 0,5 Mio. EUR (Vj. 0,9 Mio. EUR). Bisher wurden hieraus keine Ansprüche geltend gemacht und die wirtschaftliche Situation der Biomethan Zittau lässt diese derzeit auch nicht erwarten. Ein Teil des Grundvermögens des TWD-Konzerns ist mit Sicherungshypotheken in Höhe von 33 Mio. USD, zwei Grundstücke sind mit Sicherungshypotheken von insgesamt 45 900 RM/GM5 und ein Grundstück mit 0,3 Mio. EUR belastet. Mögliche finanzielle Verpflichtungen hieraus sind nicht bekannt. Für drei weitere Grundstücke bestehen Grundschulden im Zusammenhang mit erhaltenen Fördermitteln in Höhe von insgesamt 12,7 Mio. EUR. Im Rahmen des Konsortialvertrages mit der KBO vom 13. Dezember 2020 wurde zwischen EVD und KBO ein Put-Options-Vertrag geschlossen. Danach hat die KBO das Recht, der EVD ihre Aktien an der SachsenEnergie ganz oder zum Teil zum Kauf anzudienen. Wird die Put-Option bis zum 31. Dezember 2030 ausgeübt, beträgt der Kaufpreis 391,60 EUR je Aktie. Bei einem späteren Ausübungszeitpunkt bemisst sich der Kaufpreis nach dem Wert der Aktien, basierend auf dem anteiligen Unternehmenswert (objektivierter Ertragswert) der SachsenEnergie zum Ausübungsstichtag. Ein Haftungsrisiko wegen Altlasten kann für Verdachtsflächen, die sich nicht mehr im Eigentum der SachsenEnergie befinden (ehemalige Gaswerksstandorte), nicht ausgeschlossen werden. Es sind jedoch derzeit keine Ansprüche hierfür bekannt. Für die bekannten Ansprüche wurden Rückstellungen gebildet. Die DVB hat im Juli 1997 mit der Bank of America National Association eine Lease-in-Lease-out-Transaktion über 28 Niederflurgelenktriebwagen des Typs NGT 6 DD und 140 modernisierte Tatra-Straßenbahnfahrzeuge abgeschlossen. Im Dezember 2002 wurde diese Transaktion unter Herausnahme der 140 Tatra-Straßenbahnfahrzeuge und Einbringung von 23 NGT 8 DD in einen Lease-to-Service-Contract restrukturiert. Die DVB hat bei den Vertragsabschlüssen ein Mietvorauszahlungsrecht ausgeübt und damit ihre Zahlungsverpflichtungen zunächst erfüllt. Die über die Leasinglaufzeit bis 2024 verteilten Mietzahlungsverpflichtungen werden im Wege von Schuldbeitritten/Erfüllungsübernahmen durch mehrere Kreditinstitute und eine große amerikanische Versicherungsgesellschaft geleistet.
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