| 53 Belastet ist die DVB im Falle der Insolvenz der schuldübernehmenden Kreditinstitute oder der Versicherungsgesellschaft in Höhe der gegenüber der Bank of America National Association und der First Union Investment Inc. noch ausstehenden Mietzahlungen. Ferner trägt die DVB die üblichen Versicherungs- und Unterhaltungsverpflichtungen bezüglich der Schienenfahrzeuge und die Verpflichtung, den Bestand an Fahrzeugen aufrechtzuerhalten bzw. defekte Fahrzeuge zu ersetzen. Bei Privatisierungsereignissen betreffend der DVB haben die Vertragspartner Ansprüche auf Stellung von Zusatzsicherheiten durch die DVB. Konkret sind aber noch keine Forderungen gestellt worden. Darüber hinaus haben Vertragspartner der vorgenannten Lease-to-Service-Konstruktion bei einer Änderung des Refinanzierungsumfeldes dieser Vertragspartner Anspruch auf Ersatz der erhöhten Finanzierungskosten gegenüber der DVB. Für o. g. Leasingtransaktionen schätzt die DVB das Risiko einer Inanspruchnahme als gering ein, da keine Hinweise auf durch die DVB zu vertretende Vertragsstörungen vorliegen. 7.6.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus langfristigen Miet-, Pacht- und Leasingverträgen sowie Dienstleistungsverträgen bestehen Verpflichtungen in Höhe von 23,9 Mio. EUR. Das Bestellobligo zum 31. Dezember 2024 beläuft sich auf 811,9 Mio. EUR insbesondere für Investitionen in die Infrastruktur und technische Anlagen. Hinzu kommen Verpflichtungen aus Strombezugsverträgen über 1.425,9 Mio. EUR. Diese betreffen Bezugsverpflichtungen für den Lieferzeitraum 2025 bis 2029. Die Verpflichtungen aus Gasbezugsverträgen betragen 945,4 Mio. EUR. Davon entfallen 780,2 Mio. EUR für die Jahre 2025 bis 2029 auf die SachsenEnergie und 165,2 Mio. EUR auf die DREWAG und betreffen insbesondere Verpflichtungen aus Erdgasbezugsverträgen mit und ohne Take-or-Pay-Klauseln. Die Höhe der Verpflichtungen wird durch die abgeschlossenen Verträge zum Bezug von Erdgas für Vertrieb und Eigenerzeugung für den Lieferzeitraum 2025 bis 2028 bestimmt. Für die Bewertung der Verpflichtungen, die aus den Verträgen resultieren, wurden die zum Stichtag prognostizierten Vertragspreise herangezogen. Bei drei Unternehmen besteht eine Mitgliedschaft in der Zusatzversorgungskasse des Kommunalen Versorgungsverbandes Sachsen (ZVK). Im Jahr 2024 sind als Umlage 1,8 Mio. EUR sowie darauf entfallende Lohnsteuer in Höhe von 0,2 Mio. EUR gezahlt worden. Der Umlagesatz im Jahr 2024 betrug 1,6 %. Außerdem wurde durch den Arbeitgeber ein ZVK-Beitrag von 2,46 % der versicherungspflichtigen Entgelte entrichtet. Im Jahr 2024 entspricht dieser Betrag 2,8 Mio. EUR. Aus einem Pachtvertrag der Objektgesellschaft Kongresszentrum Neue Terrasse Dresden mbH mit einer Laufzeit bis 2029 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen für Instandhaltungen in Höhe von 5,5 Mio. EUR. 7.6.3 Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Sicherungsinstrumente der Preisänderungsrisiken von Energielieferung und -beschaffung DREWAG und SachsenEnergie beschaffen Erdgas und Elektrizität zur Versorgung ihrer Kunden. Die zu erbringende Leistung wird sowohl in Form verschieden strukturierter Festverträge als auch in Form variabler Abnahmemengen (etwa bei Haushalts- und Kleingewerbekunden) festgesetzt. In den Geschäften ist i. d. R. ein für die Zukunft fixierter Festpreis vereinbart. Da am Markt Strom und Gas variabel gehandelt werden, sind die Gesellschaften einem Preisänderungsrisiko ausgesetzt. Um verlässlich und nachhaltig wirtschaften zu können, sichern sie die Preisrisiken, die aus bereits vertraglich fixierten oder aus mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwartenden Strom- und Gasgeschäften resultieren, mit dafür geeigneten Rohstoffderivaten und physischen Lieferverträgen zu Festpreisen ab. Bei der DREWAG wurden Commodity Swaps als Preisabsicherungsgeschäfte für einen Teil des in den Jahren 2025– 2026 geplanten Erdgasbezugs abgeschlossen. Die Zeitwerte dieser Swapgeschäfte werden aus den vereinbarten Festpreisen und den Marktpreisen der den Geschäften zugrunde liegenden Basiswerten zum 31. Dezember 2024 ermittelt. Der beizulegende positive Zeitwert beträgt zum Abschlussstichtag insgesamt 11.191 TEUR. Die den Sicherungsgeschäften aus Swaps zugrunde liegenden Gasmengen weisen einen unsaldierten Nominalwert von 17.039 TEUR auf. Daneben wurden im Bereich des Energievertriebes zur weiteren Beschaffung und Verkauf der Commodities Strom und Gas physische Lieferverträge zu Festpreisen abgeschlossen. Diese Geschäfte werden zusammen mit den übrigen Termingeschäften verschiedenen Kunden- bzw. Vertragsportfolios, anhand derer die Gesellschaft den Vertrieb steuert, zugeordnet. Am Abschlussstichtag bestanden solche schwebenden Strom- und Gasgeschäfte mit einem unsaldierten Nominalvolumen in Höhe von insgesamt 1.095.335 TEUR. Soweit sich auf dieser Portfoliobasis im jeweiligen Erfüllungsjahr ein Verlust abzeichnet, werden Drohverlustrückstellungen gebildet. Im Geschäftsjahr 2024 wird eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 3.944 TEUR passiviert. Zur Absicherung von geplanten Absatzgeschäften werden Commodity-Termingeschäfte abgeschlossen. Diese dienen zur Sicherung von Schwankungen künftiger Zahlungsströme aus geplanten Absatz- und Beschaffungsgeschäften. Die Absatzgeschäfte sowie die physische Beschaffung für Strom und Gas werden nach dem IDW RS ÖFA 3 bilanziert. Diese Bücher werden mittels einheitlichem Risikomanagementsystem gesteuert. Zur Bewertung der geplanten Absatz- und Beschaffungsgeschäfte werden die Marktpreise von anerkannten Quellen (EEX) verwendet. Die Marktwerte dieser Commodity-Termingeschäfte betragen zum Abschlussstichtag 859,9 Mio. EUR (Strom) bzw. 640,3 Mio. EUR
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