| 55 nisierte Tatra-Straßenbahnfahrzeuge abgeschlossen. Im Dezember 2002 wurde diese Transaktion unter Herausnahme der 140 Tatra-Straßenbahnfahrzeuge und Einbringung von 23 NGT 8 DD in einen Lease-to-Service-Contract restrukturiert. Die DVB hat bei den Vertragsabschlüssen ein Mietvorauszahlungsrecht ausgeübt und damit ihre Zahlungsverpflichtungen zunächst erfüllt. Die über die Leasinglaufzeit bis 2025 verteilten Mietzahlungsverpflichtungen werden im Wege von Schuldbeitritten/Erfüllungsübernahmen durch mehrere Kreditinstitute und eine große amerikanische Versicherungsgesellschaft geleistet. Belastet ist die DVB im Falle der Insolvenz der schuldübernehmenden Kreditinstitute oder der Versicherungsgesellschaft in Höhe der gegenüber der Bank of America National Association und der First Union Investment Inc. noch ausstehenden Mietzahlungen. Ferner trägt die DVB die üblichen Versicherungs- und Unterhaltungsverpflichtungen bezüglich der Schienenfahrzeuge und die Verpflichtung, den Bestand an Fahrzeugen aufrechtzuerhalten bzw. defekte Fahrzeuge zu ersetzen. Bei Privatisierungsereignissen betreffend die DVB haben die Vertragspartner Ansprüche auf Stellung von Zusatzsicherheiten durch die DVB. Konkret sind aber noch keine Forderungen gestellt worden. Darüber hinaus haben Vertragspartner der vorgenannten Lease-to-Service-Konstruktion bei einer Änderung des Refinanzierungsumfeldes dieser Vertragspartner Anspruch auf Ersatz der erhöhten Finanzierungskosten gegenüber der DVB. Für o. g. Leasingtransaktionen schätzt die DVB das Risiko einer Inanspruchnahme als gering ein, da keine Hinweise auf durch die DVB zu vertretende Vertragsstörungen vorliegen. 7.6.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus langfristigen Miet-, Pacht- und Leasingverträgen, Dienstleistungsverträgen und sonstigen Themen bestehen Verpflichtungen in Höhe von 29,7 Mio. EUR. Das Bestellobligo zum 31. Dezember 2025 beläuft sich auf 832,0 Mio. EUR insbesondere für Investitionen in die Infrastruktur und technische Anlagen. Hinzu kommen Verpflichtungen aus Strombezugsverträgen über 1.230,1 Mio. EUR. Diese betreffen Bezugsverpflichtungen für den Lieferzeitraum 2026 bis 2030. Die Verpflichtungen aus Gasbezugsverträgen betragen 829,1 Mio. EUR und entfallen für die Jahre 2026 bis 2030 vollständig auf die SachsenEnergie. Die Höhe der Verpflichtungen wird durch die abgeschlossenen Verträge zum Bezug von Erdgas für Vertrieb und Eigenerzeugung für den Lieferzeitraum 2026 bis 2030 bestimmt. Für die Bewertung der Verpflichtungen, die aus den Verträgen resultieren, wurden die zum Stichtag prognostizierten Vertragspreise herangezogen. Bei zwei Unternehmen besteht eine Mitgliedschaft in der Zusatzversorgungskasse des Kommunalen Versorgungsverbandes Sachsen (ZVK). Im Jahr 2025 sind als Umlage 1,7 Mio. EUR sowie darauf entfallende Lohn- und Kirchensteuer (einschl. Solidaritätszuschlag) in Höhe von 0,0 Mio. EUR gezahlt worden. Der Umlagesatz betrug im Jahr 2025 1,6 %. Außerdem wurde ein ZVK-Beitrag von 2,46 % der versicherungspflichtigen Entgelte durch die DVB als Arbeitgeber entrichtet. Im Jahr 2025 entspricht dieser Betrag 2,7 Mio. EUR. 7.6.3 Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Sicherungsinstrumente der Preisänderungsrisiken von Energielieferung und -beschaffung DREWAG und SachsenEnergie beschaffen Erdgas und Elektrizität zur Versorgung ihrer Kunden. Die zu erbringende Leistung wird sowohl in Form verschieden strukturierter Festverträge als auch in Form variabler Abnahmemengen (etwa bei Haushalts- und Kleingewerbekunden) festgesetzt. In den Geschäften ist i. d. R. ein für die Zukunft fixierter Festpreis vereinbart. Da am Markt Strom und Gas variabel gehandelt werden, sind die Gesellschaften einem Preisänderungsrisiko ausgesetzt. Um verlässlich und nachhaltig wirtschaften zu können, sichern sie die Preisrisiken, die aus bereits vertraglich fixierten oder aus mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwartenden Strom- und Gasgeschäften resultieren, mit dafür geeigneten Rohstoffderivaten und physischen Lieferverträgen zu Festpreisen ab. Bei der SachsenEnergie AG wurden Commodity Swaps als Preisabsicherungsgeschäfte für einen Teil des im Jahr 2026 geplanten Erdgasbezugs abgeschlossen. Die Zeitwerte dieser Swapgeschäfte werden aus den vereinbarten Festpreisen und den Marktpreisen der den Geschäften zugrunde liegenden Basiswerten zum 31. Dezember 2025 ermittelt. Der beizulegende negative Zeitwert beträgt zum Abschlussstichtag insgesamt 52 TEUR. Die den Sicherungsgeschäften aus Swaps zugrunde liegenden Gasmengen weisen einen unsaldierten Nominalwert von 5.163 TEUR auf. Daneben wurden im Bereich des Energievertriebes zur weiteren Beschaffung und Verkauf der Commodities Strom und Gas physische Lieferverträge zu Festpreisen abgeschlossen. Diese Geschäfte werden zusammen mit den übrigen Termingeschäften verschiedenen Kunden- bzw. Vertragsportfolios, anhand derer die Gesellschaft den Vertrieb steuert, zugeordnet. Am Abschlussstichtag bestanden solche schwebenden Strom- und Gasgeschäfte mit einem unsaldierten Nominalvolumen in Höhe von insgesamt 867.043 TEUR. Soweit sich auf dieser Portfoliobasis im jeweiligen Erfüllungsjahr ein Verlust abzeichnet, werden Drohverlustrückstellungen gebildet. Zum Bilanzstichtag sind jedoch keine Drohverlustrückstellungen zu passivieren.
RkJQdWJsaXNoZXIy NzExNDc2