14 | Deutsche Telekom Professur für Kommunikationsnetze geleitet. Weitere Partner sind die SAP AG, Meshmerize GmbH, CampusGenius GmbH, Comfort Charge GmbH sowie die Landeshauptstadt Dresden. Das unter dem EU-Programm HORIZON Europe geförderte Projekt „NEUTRALPATH“ wurde im Januar 2023 gestartet und ist mit einer Laufzeit von fünf Jahren angesetzt. Der SachsenEnergie-Teilkonzern untersucht als Projektpartner innerhalb des europäischen Konsortiums, wie Städte zukünftig klimaneutral gestaltet werden können, und engagiert sich für die Umsetzung von Dekarbonisierungsmaßnahmen. Weiterhin werden Maßnahmen an der Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge erprobt und neue Abrechnungsmodelle entwickelt. 2024 wurde das europäische Konsortium von „NEUTRALPATH“ in Dresden für ein Projekt-Review-Meeting empfangen. Der SachsenEnergie-Teilkonzern trug zur inhaltlichen Berichterstattung zu den zentralen Forschungsschwerpunkten bei und konnte innerhalb der definierten Testquartiere die Umsetzung der Vorhaben demonstrieren. Das Review-Meeting schloss die laufende Projektphase erfolgreich ab. Mit Stand Dezember 2024 befindet sich das Projekt für den SachsenEnergieTeilkonzern weiterhin in der Umsetzungsphase. Projektergebnisse sollen künftig repliziert und mit anderen europäischen Partnern geteilt werden. Der SachsenEnergie-Teilkonzern erhofft sich weitere Erkenntnisse und Ideen durch diesen Wissenstransfer und den Austausch mit den Forschungs- partnern. „Wasserstoff als regionaler Energieträger der Zukunft“ wird in Zusammenarbeit mit der staatlichen Studienakademie Riesa, Studiengang Energie- und Gebäudetechnik untersucht. Die SachsenEnergie stellt sich dabei als Praxispartner für die Aktivitäten der Wasserstoffwirtschaft in der Region Meißen – Riesa auf, begleitet Studenten bei der Erstellung der jeweiligen Arbeiten und bleibt zudem in Beobachtung neuer Entwicklungen im Bereich Wasserstoff. Zunächst sollen ausgewählte, aktuelle Herausforderungen der einzelnen Unternehmen eruiert, präzisiert und abgegrenzt werden. Darüber hinaus sind aktuelle Strategieansätze der Unternehmen zur Lösung vorgenannter Herausforderungen hinsichtlich ihrer ökologischen und ökonomischen Wirksamkeit zu prüfen. Im nächsten Schritt sind neue und kreative Ergänzungen bzw. aktuelle technologische Entwicklungen zu recherchieren, die das Unternehmen in ihrer Strategie unterstützen und/oder alternative Wege aufzeigen. Wirtschaftliches Umfeld Die Wirtschaftsleistung Deutschlands ist im Jahr 2024 erneut gesunken. Gegenüber dem Vorjahr sank das Bruttoinlandsprodukt um 0,2 %. Wirtschaftsverbände gehen von einer anhaltenden Rezession aus. Insbesondere gegen Ende des Jahres 2024 wurden von zahlreichen Analysten starke konjunkturelle Herausforderungen z. B. in der Automobil- und Chemieindustrie gesehen. Aus diesen Gründen könnte es zu weiteren Rückgängen im deutschlandweiten Energieabsatz kommen. Preisentwicklung Wie bereits im Vorjahr wurden auch 2024 keine erheblichen Verwerfungen an den Terminmärkten Gas und Strom verzeichnet. Nach dem Peak Mitte August 2022 fielen die Preise am Großhandelsmarkt und stabilisierten sich 2024, doch es bleibt weiterhin abzuwarten, ob diese Entwicklung nachhaltig ist. Die Gasversorgung in Deutschland ist laut Angaben der BNetzA stabil und die Versorgungssicherheit ist gewährleistet. Insgesamt sind die Gaspreise aber weiterhin höher als vor dem Russland-Ukraine-Krieg. Die gesetzliche Festlegung, zum 1. November des Jahres 95 % der deutschen Gasspeicher befüllt zu haben, wurde früher erfüllt als gefordert. Am 3. November 2024 betrug der Füllstand 98 % und sank bis Ende 2024 auf rund 80 %. Der Gaspreis (THE CAL +1) ist, insbesondere bedingt durch die Entwicklung im Nahostkonflikt und infolge des Russland-Ukraine-Krieges, im Laufe des Jahres angestiegen. Der Jahresmittelwert lag jedoch mit rund 38 EUR/MWh um rund 29 % unter dem Durchschnittspreis des Vergleichszeitraumes 2023. Bedingt durch die gesetzlichen Vorgaben und die verfügbaren Kapazitäten an LNG-Terminals ergeben sich komfortable Gasspeicherstände in Deutschland, welche die Preisentwicklung begünstigen. Über deutsche LNG-Terminals wurden im Jahr 2024 8 % der gesamten deutschen Gasimporte realisiert. Der durchschnittliche Großhandelsstrompreis in Deutschland betrug im Jahr 2024 rund 89 EUR/MWh (Base CAL +1). Damit liegt er um rund 35 % unter dem Durchschnittspreis des Vergleichszeitraumes 2023. Dies ist unter anderem auf die konjunkturelle Lage und den wachsenden Einfluss von erneuerbaren Energien, wie Solar- und Windenergieanlagen, zurückzuführen. Insgesamt stellten im Jahr 2024 die erneuerbaren Energien mit einem Anteil von 59 % die wichtigste Quelle der Gesamtstromerzeugung in Deutschland dar. Der CO2-Preis, welcher für die Stromerzeugung aus Gas- und Kohlekraftwerken eine erhebliche Rolle spielt, sank insbesondere konjunkturell bedingt zu Beginn des ersten Quartales 2024, stabilisierte sich jedoch im weiteren Jahresverlauf. Im Jahresdurchschnitt 2024 lag das Preisniveau bei rund 67 EUR/t und damit deutlich unter dem des Vorjahres (85 EUR/t). Neben der konjunkturellen Entwicklung wird die Nachfrage nach Emissionszertifikaten und damit der CO2-Preis außerdem durch eine erhöhte Verfügbarkeit von erneuerbaren Energien gesenkt. 5.2.1.2 Der Nahverkehr Die Dresdner Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft (DVB) plant und organisiert den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) einschließlich der erforderlichen Infrastruktur auf dem Gebiet der Landeshauptstadt Dresden. Als der Mobilitätsdienstleister für die Landeshauptstadt Dresden ist die DVB auf Basis eines öffentlichen Dienstleistungsauftrags für Straßenbahn und Bus (Laufzeit bis Mai 2040) sowie einer Betrauung für den Fähr-
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