Geschäftsbericht 2024

| 15 und Bergbahnverkehr (Laufzeit bis Ende 2027) tätig. Der Verkehrs- und Investitionsvertrag über den Straßenbahnverkehr im Landkreis Meißen besteht mit einer Laufzeit bis zum 30. November 2036 (Fortsetzungsoption bis 27. Mai 2040). Die verkehrspolitische Grundlage bildet der vom Stadtrat beschlossene Verkehrsentwicklungsplan Dresden 2025plus. Das betraute Verkehrsangebot wird auf dem Gebiet der Landeshauptstadt Dresden einschließlich abgehender Linien in die benachbarten Landkreise erbracht. Dafür kommen im Linienverkehr 194 Stadtbahnwagen und 154 eigene Busse zum Einsatz. Betrieben wird ein Straßenbahngleisnetz mit einer Streckenlänge von 134,4 km. Daneben verfügt das Unternehmen über zwei historische Bergbahnen und fünf Fährboote. Das Komplettangebot der DVB wird u. a. durch die MOBI-Angebote, wie Bike- und Car-Sharing sowie Mobilitätspunkte in Kooperation mit lokalen Partnern ergänzt. Um auch in Zukunft als führendes Verkehrsunternehmen agieren zu können, erfolgte – aufbauend auf den in 2022 durch den Aufsichtsrat beschlossenen strategischen Grundausrichtungen und der Konzeptionalisierung des Veränderungsprozesses – die Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen des DVB-Zukunftsbildes 2030 in die Unternehmensbereiche. Die Weiterentwicklung der Struktur und Kultur des Unternehmens in Richtung Digitalisierung und Effizienz sowie der Aufbau einer nachhaltigen Finanzierungsstrategie stehen im Fokus der nächsten Meilensteine des DVB-Zukunftsbildes 2030. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Deutschlands war neben dem rückläufigen Wirtschaftswachstum um 0,2 % wesentlich von der nach wie vor unsicheren globalen politischen Lage in Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine geprägt. Der demografische Wandel und die abnehmende Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands erschwerten die gesamtwirtschaftliche Situation. Die Einführung des Deutschlandtickets, das seit dem 1. Mai 2023 bundesweit in allen Verkehrsmitteln eingesetzt werden kann, markierte einen tiefgreifenden Paradigmenwechsel im ÖPNV. Die Systematik der Preisgestaltung hat sich grundlegend verändert und verfolgt eine vertiefte sozial- und weniger verkehrspolitische Zielsetzung. Dieser Schritt geht einher mit einem unklaren grundlegenden Rollenverständnis von Bund, Ländern und Kommunen in Bezug auf die langfristige Finanzierung des ÖPNV insgesamt. Im Berichtsjahr nutzten nach einer Berechnung des Branchenverbands VDV rund 9,8 Mrd. Fahrgäste die Angebote des ÖPNV. Dies entspricht einem Zuwachs von ca. 300 Mio. Fahrgästen im Vergleich zum Vorjahr. Die wirtschaftliche Lage der Verkehrsunternehmen und Verbünde bleibt trotz des Kundenzuwachses angespannt. Ursächlich dafür sind unter anderem die sinkenden Fahrgeldeinnahmen aufgrund des Deutschlandtickets und die deutlich gestiegenen Kosten für Personal und Material. Für einen dauerhaften Erfolg des Deutschlandtickets ist es wichtig, neben einem attraktiven Fahrpreis auch ein gutes und verlässliches Verkehrsangebot zu haben. Mit 574 Tsd. Einwohnern ist Dresden die zwölftgrößte deutsche Stadt. Nach aktueller Bevölkerungsprognose wird für das Jahr 2040 eine Einwohnerzahl von 603 Tsd. erwartet. Dies entspricht einem Bevölkerungsanstieg von 5 % in den kommenden 15 Jahren. Die daraus folgenden zusätzlichen Mobilitätsbedarfe werden laut Verkehrsprognose überwiegend mit dem ÖPNV und dem Rad zurückgelegt. Durch die geplante Ansiedlung großer Unternehmen der Chipindustrie im Dresdner Norden entstehen weitere Mobilitätsbedarfe und erfordern den Ausbau des ÖPNV. 5.2.1.3 Dresdner Bäder Die Dresdner Bäder GmbH (DDB) ist mit dem Bau, der Instandhaltung und dem Betrieb der Dresdner Bäder beauftragt. Die Gesamtzahl der Gäste in den Schwimmbädern der DDB lag im Jahr 2024 bei rd. 1,7 Mio. (Vorjahr rd. 1,6 Mio.). Rund 775 000 (Vorjahr rd. 700 000) Badegäste nutzten das Angebot zum öffentlichen Schwimmen in den Hallenbädern und nahmen an vielfältigen Kursen teil. Die Besucherzahl in den Freibädern (rd. 365 000 Gäste) übertraf aufgrund der guten Wetterlage in den Sommermonaten deutlich das Vorjahresniveau (293 000 Gäste). Zusätzlich nutzten rd. 545 000 Kinder und Erwachsene (Vorjahr: 569 000) aus Vereinen, Schulen sowie Firmen die Schwimmbäder. Aufgrund langfristig geschlossener Energieversorgungsverträge und der daraus resultierenden Planungssicherheit konnten die Saunen der DDB im Geschäftsjahr 2024 umfänglicher als in den Vorjahren betrieben werden. Dies wurde von der Mehrheit der Besucher positiv aufgenommen. Im Vorjahresvergleich hat sich die Anzahl der Saunabesucher um 36 Prozent erhöht. Um mit regenerativen Energiesystemen den hohen Energiekosten weiter entgegenzuwirken, wurde im II. Quartal 2024 eine Photovoltaikanlage im Schwimmsportkomplex Freiberger Platz fertiggestellt und in Betrieb genommen. Für das Georg-Arnhold-Bad wurde mit der Planung einer neuen Photovoltaikanlage begonnen. Die daraus resultierenden Investitionskosten werden im Jahr 2025 anfallen. 5.2.1.4 Entsorgung, Dienstleistungen und Immobilien Entsorgung Die Hauptgeschäftsfelder der Stadtreinigung Dresden GmbH (SRD) umfassen die Sammlung, den Transport und die Behandlung von Abfällen aus Haushalten, Reinigungs- und Winterdienstleistungen auf Straßen, Wegen und Plätzen sowie die Gebührenlegung für abfallwirtschaftliche Leistungen in der Landeshauptstadt Dresden. Die SRD etabliert sich zunehmend als Komplettdienstleister für die Entsorgung und Reinigung bei Großveranstaltungen und gesellschaftlichen Events, wie zum Beispiel dem Dresdner Stadtfest. Dabei werden die Leistungen und der Service der SRD hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitskonzepte, Qualität und Zuverlässigkeit

RkJQdWJsaXNoZXIy NzExNDc2