16 | zunehmend geschätzt. Für die Leistungserbringung werden ein zentraler Betriebsstandort, mehrere Wertstoffhöfe sowie ein Schadstoffzwischenlager unterhalten. Die Geschäftsentwicklung der SRD war im Geschäftsjahr 2024 trotz schwieriger Haushaltssituation der Landeshauptstadt Dresden (LHD) und einiger Auswirkungen auf den Umsatz der SRD positiv. Nicht alle Leistungszusagen der jeweiligen Ämter konnten aus Budgetgründen gehalten werden. Durch einen strategischen Organisationsumbau der SRD, Prozessoptimierung und die Akquise von Drittgeschäften am Markt unter Berücksichtigung der Inhousefähigkeit konnte das Ergebnis gesichert und teilweise ausgebaut werden. Der generelle Anstieg der Umsatzerlöse gegenüber den öffentlichen Auftraggebern im Vergleich zum Vorjahr erklärt sich aufgrund der Geltendmachung der Überarbeitung der Entgelte für den neuen Kalkulationszeitraum aus dem Leistungsvertrag. Die neue Entgeltkalkulation wurde unter Umsetzung aller rechtlichen Vorgaben und Stadtratsbeschlüsse den Ämtern vorgelegt und von ihnen bestätigt. Die Dresdner Verkehrsbetriebe AG haben die Entgelte für 2024 erst mit Wirkung zum 1. Juli 2024 bestätigt, waren aber auf Grund der dortigen Finanzlage nicht anders durchsetzbar. Die SRD hat gemäß den Beschlüssen und Vorgaben den TVÖD zum 1. Januar 2024 fristgerecht realisiert. Die dadurch entstandenen Kostensteigerungen in den Marktsegmenten wurden durch vermehrte Akquise im Vertrieb zur besseren Auslastung der Technik und Senkung der Lohnstückkosten sowie dem fortlaufenden Dialog mit den kommunalen Auftraggebern hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit (Vornahme von deutlichen Preiserhöhungen) kompensiert. Dienstleistungen und Immobilien Die Gesellschaften SachsenServices GmbH, SachsenGigaBit GmbH und Dresden IT GmbH mit ihrem umfangreichen und anspruchsvollen Leistungsspektrum der kaufmännischen- und DV-technischen Dienstleistungen sowie der MedienAbrechnung unterstützen und ergänzen die Kernprozesse Energieversorgung, Entsorgung und Verkehr des TWD-Konzerns. Für das durch die Objektgesellschaft Kongresszentrum Neue Terrasse Dresden mbH errichtete und verpachtete Kongresszentrum entwickelte sich das Geschäftsjahr 2024 über das gesamte Jahr positiv. Es konnte schnell festgestellt werden, dass die Gäste den Weg zurück zum persönlichen Austausch im Rahmen von Kongressen, Seminaren und sonstigen Präsenzveranstaltungen gesucht haben. Dadurch konnten im letzten Jahr 188 (Vj. 302) Veranstaltungen mit 115 803 (Vj. 112 140) Teilnehmern durchgeführt werden. Trotz dieser positiven Entwicklung existieren dennoch weiterhin Unsicherheiten im Kongress- und Veranstaltungsgeschäft, bedingt durch den anhaltenden Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine sowie die aktuelle Krise im Nahen Osten. Auch die schwache konjunkturelle Lage in Deutschland bleibt als Risiko bestehen. Seit 1. April 2019 ist die Projektgesellschaft Anbau CITY CENTER Dresden GmbH & Co. KG (PACC KG) als Träger des Bauvorhabens für die Planung, Errichtung und Betreibung eines Anbaus an das bestehende Gebäude CITY CENTER in Dresden tätig. Das SachsenEnergie Center konnte nach dreijähriger Bauphase am 1. Juli 2022 in Betrieb genommen werden. Zu diesem Termin wurde ebenfalls mit der Verpachtung der PACC KG an die SachsenEnergie AG begonnen, die das Gebäude betreibt und die Flächen vorrangig konzernintern vermietet. Zugleich erbrachte die PACC KG im Rahmen des Gesamtvorhabens Gemeinsame Hauptverwaltung (GHV) externe Planungsleistungen für die im Sommer 2022 begonnene Sanierung des bestehenden Gebäudes CITY CENTER. Nach abgeschlossener Sanierung ab Mitte 2024 wurden auch diese Räume wieder bezogen. 5.2.2 Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens 5.2.2.1 Der TWD-Konzern Ertragslage Der Konzern erreichte Umsatzerlöse in Höhe von 5.778,1 Mio. EUR (i. Vj. 7.006,6 Mio. EUR). Die Versorgung der Kunden mit Strom und Gas erbrachte Umsatzerlöse von 4.881,8 Mio. EUR (i. Vj. 6.152,8 Mio. EUR), Fernwärme 292,0 Mio. EUR (i. Vj. 359,1 Mio. EUR) und Wasser 100,0 Mio. EUR (i. Vj. 82,1 Mio. EUR). Der Rückgang bei den Strom-, Gas- und Fernwärmeumsätzen ist durch Preisrückgänge sowie Absatzrückgänge im Rahmen einer Portfoliooptimierung begründet. Die Umsätze aus Verkehrsleistungen/Beförderung betrugen 183,2 Mio. EUR (i. Vj. 165,7 Mio. EUR). Die Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr ergab sich durch die Normalisierung des Geschäftsbetriebes nach der Corona-Pandemie sowie durch Ausgleichszahlungen für das Deutschlandticket von Bund und Ländern. Aus Entsorgungsleistungen wurden Umsätze von 60,5 Mio. EUR (i. Vj. 46,5 Mio. EUR) erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge von 132,0 Mio. EUR (i. Vj. 155,2 Mio. EUR) enthalten Rückstellungsauflösungen von 63,9 Mio. EUR (i. Vj. 68,8 Mio. EUR). Der Materialaufwand betrug im Geschäftsjahr 2024 4.713,9 Mio. EUR (i. Vj. 6.060,6 Mio. EUR). Der Rückgang für den Strombezug ist preisbedingt und für den Gasbezug mengenbedingt. In den Aufwendungen für bezogene Leistungen von 1.113,7 Mio. EUR (i. Vj. 901,3 Mio. EUR) werden Konzessionsabgaben in Höhe von 54,6 Mio. EUR (i. Vj. 56,7 Mio. EUR) ausgewiesen. Der Personalaufwand beläuft sich auf 523,7 Mio. EUR (i. Vj. 468,2 Mio. EUR), dies entspricht einer Erhöhung um 11,9 %. Die Erhöhung ist auf eine erhöhte Mitarbeiteranzahl und Tarifsteigerungen zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 211,2 Mio. EUR (i. Vj. 230,3 Mio. EUR) verminderten sich um 8,3 %. Dies beruht im Wesentlichen auf deutlich geringeren Zuführungen zu Rückstellungen.
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