22 | 5.4.4 Entsorgung Folgende nennenswerte Risiken bestehen für den Geschäftsbetrieb in der Entsorgung: Für 2025 plant die SRD, über die Stadtgrenzen hinaus neue Märkte zu erschließen, z. B. in der Deponienachsorge oder bei privaten Auftraggebern, um mögliche Kostenzuwächse abzufedern und das Ergebnis der SRD nachhaltig zu sichern. Zudem soll die digitale Vernetzung weiter vorangetrieben werden, um Prozesse zu optimieren und Effizienzsteigerungen zu erzielen. Weiterhin sieht die SRD Chancen in der Weiterentwicklung neuer Leistungsangebote durch den Ausbau von Marktaktivitäten (Akquise), insbesondere für Leistungen bei Events, im Standplatzservice und in der Industrie durch ein hochwertiges Dienstleistungsangebot. Ein möglicher Wegfall von LVP-Sonderdiensten und Behälterservice, falls die SRD nach der Ausschreibung der Dualen Systeme vom neuen Auftragnehmer nicht mehr als Subunternehmen für diese Leistung eingesetzt wird, muss als Risiko beobachtet werden. Bei den Chancen richtet sich der Blick auf Leistungen, die sich bisher noch nicht auf der Agenda der SRD für eine saubere Stadt befanden. Konkret beschäftigt sich die SRD aktuell mit der Leistungserweiterung im Bereich der Graffiti-Entfernung. Die SRD befindet sich derzeit in der Markterforschung geeigneter Methoden zur flexiblen und weitestgehend emissionsfreien Beseitigung von Graffiti an Objekten des öffentlichen Verkehrsraumes, die der Stadt Dresden als Leistung angeboten werden können. Die Detektion entsprechender Sachbeschädigungen durch eine IT-gestützte Erfassung aus den Fahrzeugen ist heute in vielen Städten bereits Standard und soll mit Industriepartnern für Dresden getestet werden. Ziel ist eine ökonomische Optimierung im Interesse der LHD und der SRD mit gegenseitigen Vorteilen. 5.4.5 Dienstleistungen und Immobilien Zum Bereich der Dienstleistungen gehören die Datenverarbeitung und Abrechnungsleistungen. Hier wird von einer stabil positiven Entwicklung ausgegangen. Der immobilienwirtschaftliche Bereich konzentriert sich auf einzelne ausgewählte Projekte. Die Vermarktung, steigende Instandhaltungsaufwendungen, Steuern und beihilferechtliche Themen sind auch Risiken im immobilienwirtschaftlichen Bereich. Chancen liegen in der wirtschaftlichen Vermarktung und der positiven Wertentwicklung der Immobilien. 5.4.6 Berichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Für den Konzernverbund ist der steuerliche Querverbund ein wichtiges Finanzierungsinstrument. Zur Absicherung der Liquidität ist ein konzernweites Liquiditätsmanagement implementiert, welches täglich aktualisiert wird und sowohl den Kurzfristbedarf steuert als auch die mittelfristige Liquiditätssteuerung durchführt. Unter Nutzung von Möglichkeiten der Konzernfinanzierung wird die Liquidität strukturiert über das Gesamtvolumen fest sowie variabel ohne Absicherung umgesetzt. Das Zinsänderungsrisiko ist auf Jahressicht im Vergleich zur Planung untergeordnet. Über lange Betrachtungszeiträume steht den im Mittel geringeren Zinsen der variablen Finanzierung ein Risiko steigender Zinsen gegenüber. Die Zinskonditionen werden permanent beobachtet und bei ungünstiger Entwicklung gegen einen Anstieg gesichert. Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Zinsen werden, wie auch die Derivate im Rahmen der Absicherung bei der Energiebeschaffung, grundsätzlich nur zum Zweck der Risikobegrenzung eingesetzt. Für die Vorgabe von Regeln zum Umgang mit derivativen Finanzinstrumenten wurden organisatorische Maßnahmen getroffen. 5.4.7 Sonstige Risiken Risiken aus globalen Krisen und Pandemien Neben dem aktuellen Russland-Ukraine-Krieg sowie dem Nahost-Konflikt können auch andere lokale und globale Krisen, verursacht z. B. durch Epidemien, Anschläge oder Naturkatastrophen, den Geschäftsverlauf erheblich beeinflussen. Für existenzielle Kernprozesse sind Notfallpläne hinterlegt. Diese legen auch Kernpersonal für Kernprozesse zur Aufrechterhaltung eines Minimalbetriebs der Versorgung fest. Sämtliche Regelungen werden durch das konzernweite Krisenmanagement koordiniert. Übrige sonstige Risiken Aus der Komplexität der Prozesse in Energieversorgungsunternehmen sowie aus fehlenden Kontrollen an wichtigen Punkten der Prozessketten entstehen operative Risiken. Die Energieunternehmen des TWD-Konzerns wirken diesen Risiken durch zahlreiche implementierte Kontrollen entgegen. Die Abwehr von Cyber-Angriffen hat an Bedeutung gewonnen. Eine stärkere Betonung eines ganzheitlichen Ansatzes im Sinne technischer und organisatorischer Maßnahmen wirkt diesem Risiko entgegen. Aufgrund aktueller demographischer Entwicklungstendenzen wird dem Risiko fehlenden (Fach-) Personales eine hohe Bedeutung beigemessen. Zur Minderung dieses Risikos wurden zahlreiche interne und externe Maßnahmen ergriffen. Im Rahmen der Investitionen sind zahlreiche Bauprojekte geplant. Aufgrund von unvorhersehbaren internen und externen Ressourcenverknappungen im Bauablauf kann es zu Verzögerungen und damit verbundenen Kostensteigerungen kommen. Durch den hohen Anteil an Infrastruktur, Gebäuden, Netzen und Technik ist der Konzern Risiken aus Umwelteinflüssen ausgeliefert. Unter Umwelteinflüssen werden wetterbedingte Extremsituationen wie Hochwasser, Sturm, Orkan, Gewitter oder Eislasten verstanden, welche mit ihren Auswirkungen hohe Schäden an technischen Anlagen und flächendeckende
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