| 23 Versorgungsausfälle verursachen können. Die Beseitigung der dadurch entstehenden Schäden ist mit hohen Kosten verbunden. Zum Hochwasserschutz wurden zahlreiche bauliche und technische Maßnahmen zur Schadensbegrenzung umgesetzt. Risiken aufgrund technischer Schäden betreffen hauptsächlich Gebäude, Kraftwerke, Technik und Netze. Zur Begrenzung der Schäden sind vertragliche, technische und organisatorische Maßnahmen umgesetzt worden. 5.5 Prognosebericht Der TWD-Konzern geht in der Wirtschaftsplanung für das Jahr 2025 von einem Ergebnisrückgang aus. Dies resultiert im Wesentlichen aus geringeren Ergebnissen der Energieversorger, da im Geschäftsjahr 2024 vergleichsweise hohe Gewinne erzielt wurden. Daraus resultiert gemäß dem Wirtschaftsplan ein stark abfallendes EBT für den TWD-Konzern. Für den TWD-Konzern wird für das Geschäftsjahr 2025 ein positives EBT in niedriger dreistelliger Millionenhöhe erwartet. Die TWD als Einzelgesellschaft prognostiziert für das Jahr 2025 einen Jahresüberschuss in Höhe von rd. 21,1 Mio. EUR. Der Bereich Energie Die traditionell gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Stadtwerken und Kommunen wird von EVD als Grundpfeiler ihres Engagements betrachtet. Als Führungsgesellschaft bündelt sie die Beteiligungen an ostsächsischen Energieversorgungsunternehmen des TWD-Konzerns. Sie unterstützt ihre Beteiligungsunternehmen dabei umfassend bei der strategischen Ausrichtung und bei notwendigen Veränderungen in einem liberalisierten und regulierten Energiemarkt. Geplante Ergebnisentwicklung Die EVD plant für das Jahr 2025 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von rund 82 Mio. EUR. Es wird von folgender voraussichtlicher Absatzentwicklung im Energiebereich für das Jahr 2025 ausgegangen: ◾ eine deutliche Zunahme der Stromlieferungen aufgrund von insgesamt höheren Absätzen bei Großkunden und in der Portfoliooptimierung: in der Planung wurde weiterhin der Ansatz verfolgt, dass mit der DREWAG bestehende Kundenverträge auslaufen und zukünftig alle neuen Verträge mit der SachsenEnergie AG abgeschlossen werden. Daraus ergeben sich rückläufige konzerninterne Lieferungen. ◾ leicht rückläufige Gaslieferungen, insbesondere durch Auslaufen von Verträgen bei Weiterverteilern. Höhere Lieferungen an Großkunden durch Vertragsübergang von DREWAG zu SachsenEnergie AG führen zu geringeren konzerninternen Lieferungen. ◾ entsprechend dieser Absatzentwicklung deutlich über dem Vorjahresniveau liegende Umsatzerlöse und Beschaffungsaufwendungen. Weiterhin hängt die voraussichtliche Ergebnisentwicklung der Tochterunternehmen der EVD wesentlich von den energiewirtschaftlichen und politischen Regelungen und Rahmenbedingungen ab. Geplante Investitionen Die EVD plant in den kommenden Jahren im Rahmen der Inhousefähigkeit Investitionen in Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden (PV-Offensive LHD). Der SachsenEnergie-Teilkonzern plant im Jahr 2025 Investitionen in Höhe von 699 Mio. EUR. Besondere Schwerpunkte der kommenden Jahre sind: ◾ Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen im Netzbereich ◾ Ausbau von Breitbandinfrastruktur ◾ Investitionen in Informations- und Telekommunikationstechnik, u. a. Fortführung Errichtung eines 450 MHz Funknetzes (Projekt LTE450) ◾ Investitionen in die Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung im Rahmen verschiedener Projekte (insb. thermische Abfallbehandlung RING30, Wasserstoff sowie dezentrale Wärmepumpenanwendungen mit unterschiedlichen Wärmequellen) ◾ Investitionen in erneuerbare Energien (u. a. in die PV-Projekte Neudorf, Zeithain, Nünchritz und Nossen) und in energienahe Dienstleistungen ◾ Investitionen in die Informationsverarbeitung (u. a. Umstellung des Abrechnungssystems im Projekt MAGNA) ◾ Ersatz und Erweiterung der Liegenschaften (insbesondere Werterhaltung, Ausstattung und Weiterentwicklung von Verwaltungsgebäuden, Servicefilialen und sonstigen Liegenschaften in der Versorgungsregion) ◾ Investitionen in Projekte der E-Mobilität ◾ Investitionen in Finanzanlagen. Auswirkungen geopolitischer Konflikte Insbesondere die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine sind weiterhin weder geopolitisch noch energiepolitisch und wirtschaftlich zum gegenwärtigen Zeitpunkt absehbar. Auch die Lage im Nahen Osten bleibt weiterhin angespannt: Insbesondere der seit Oktober 2023 eskalierte israelisch-palästinensische Konflikt, die Lage in Gaza und die damit einhergehende Befürchtung vor einer weiteren Ausweitung auf Nachbarländer sowie die mit dem Sturz des Assad-Regimes im Dezember 2024 politisch unklare und instabile Situation in Syrien haben zu einer angespannten und unsicheren geopolitischen Lage geführt, dessen wirtschaftliche Folgen derzeit noch nicht vollständig abschätzbar sind. Somit sind auch eine belastbare Prognose und eine vollumfängliche Bewertung der Folgen dieser Konflikte für Unternehmen und Verbraucher nicht möglich. Die Unternehmen der EVD beobachten die aktuelle Lage genau und bewerten diese regelmäßig entlang der bestehenden Vorsorgepläne neu.
RkJQdWJsaXNoZXIy NzExNDc2