24 | 5.4.3 Dresdner Bäder Unter den gegebenen Rahmenbedingungen – Finanzierung der Dresdner Bäder GmbH über die Technischen Werke – bestehen derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken. Mit den Baumaßnahmen zur Sanierung und der Erweiterung der Kapazitäten besteht die Notwendigkeit aber auch die Chance, ein vielfältigeres kundenorientiertes Angebot an Schwimmzeiten, Kursen und Themen für die verschiedenen Nutzergruppen zu leisten und die dauerhafte Nutzung der Bäder und deren Attraktivität zu sichern. 5.4.4 Entsorgung Folgende nennenswerte Risiken bestehen für den Geschäftsbetrieb in der Entsorgung: Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben weiterhin anspruchsvoll. Die Ausgestaltung der finanziellen und operativen Vorgaben führt zu einer insgesamt zurückhaltenden Entwicklung, die sich unter anderem in Anpassungen des Leistungsumfangs und einer selektiven Mittelbereitstellung widerspiegelt. Die weiterhin angespannte Haushaltssituation der Landeshauptstadt Dresden wirkt sich dämpfend auf die Auslastung bestehender Kapazitäten aus. Die Steuerung erfolgt hierbei gezielt und differenziert, mit Fokus auf priorisierte Leistungen. Im Hinblick auf geplante Investitionen wurden CapEx- zu OpEx-Maßnahmen verschoben. Grundlage hierfür sind die laufenden Beratungen sowie bestehende Beschlusslagen, unter anderem der Gesellschafterbeschluss vom 10. Juni 2025, Verfahren der Unternehmensbewertung durch TWD mit Unterstützung externer Berater sowie mehrerer Beratungen mit der TWD-Geschäftsführung und der Stadtverwaltung der LHD, welche bei der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft berücksichtigt wurden. Die SRD hat die ihr übertragenen Aufgaben planmäßig und fristgerecht umgesetzt. Einige strategische Entscheidungen z. B. Gesellschafterstruktur und Investitionen sollen zeitnah auf Ebene der TWD und LHD erfolgen. Neue gesetzliche und regulatorische Anforderungen führen zu zusätzlichen organisatorischen und finanziellen Aufwänden. Konzernweit angestoßene strukturelle Anpassungen und Maßnahmen werden grundsätzlich begrüßt und unterstützen eine langfristige Weiterentwicklung. Gleichzeitig sind diese Maßnahmen mit einem erhöhten internen Abstimmungsaufwand verbunden, der sich kurzfristig belastend auswirken kann. Synergien werden in der Zukunft des Konzernverbundes TWD gesehen, müssen aber bei gesellschaftsrechtlichen Veränderungen nochmals bewertet werden. Die in den letzten beiden Jahren veranlassten organisatorischen und prozessualen Optimierungen greifen. So zeigt die Gesamtbetrachtung der aktuellen Risikosituation die grundsätzlich stabile Aufstellung der SRD. So liegt das Ergebnis, trotz schwieriger Rahmenbedingungen über Plan. Maßnahmen zur Sicherung der Konzernstruktur wirken sich jedoch auf die finanzielle Lage aus, es ist mit einem erhöhten Zinsaufwand aufgrund der Bewertung durch die Banken unter Berücksichtigung der sinkenden Eigenkapitalquote der SRD zu rechnen. Auch künftig sind nach derzeitiger Einschätzung keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. 5.4.5 Dienstleistungen und Immobilien Zum Bereich der Dienstleistungen gehören die Datenverarbeitung und Abrechnungsleistungen. Hier wird von einer stabil positiven Entwicklung ausgegangen. Der immobilienwirtschaftliche Bereich konzentriert sich auf einzelne ausgewählte Projekte. Die Vermarktung, steigende Instandhaltungsaufwendungen, Steuern und beihilferechtliche Themen sind auch Risiken im immobilienwirtschaftlichen Bereich. Chancen liegen in der wirtschaftlichen Vermarktung und der positiven Wertentwicklung der Immobilien. 5.4.6 Berichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Für den Konzernverbund ist der steuerliche Querverbund ein wichtiges Finanzierungsinstrument. Zur Absicherung der Liquidität ist ein konzernweites Liquiditätsmanagement implementiert, welches täglich aktualisiert wird und sowohl den Kurzfristbedarf steuert als auch die mittelfristige Liquiditätssteuerung durchführt. Unter Nutzung von Möglichkeiten der Konzernfinanzierung wird die Liquidität strukturiert über das Gesamtvolumen fest sowie variabel ohne Absicherung umgesetzt. Das Zinsänderungsrisiko ist auf Jahressicht im Vergleich zur Planung untergeordnet. Über lange Betrachtungszeiträume steht den im Mittel geringeren Zinsen der variablen Finanzierung ein Risiko steigender Zinsen gegenüber. Die Zinskonditionen werden permanent beobachtet und bei ungünstiger Entwicklung gegen einen Anstieg gesichert. Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Zinsen werden, wie auch die Derivate im Rahmen der Absicherung bei der Energiebeschaffung, grundsätzlich nur zum Zweck der Risikobegrenzung eingesetzt. Für die Vorgabe von Regeln zum Umgang mit derivativen Finanzinstrumenten wurden organisatorische Maßnahmen getroffen. 5.4.7 Sonstige Risiken Risiken aus globalen Krisen und Pandemien Neben dem aktuellen Russland-Ukraine-Krieg kann der IranKrieg mit dem dadurch verschärften Nahost-Konflikt zu deutlich steigenden Börsenpreisen, insbesondere bei Rohöl und Erdgas führen. Eine solche Entwicklung verursacht das Risiko für deutlich steigende Kosten und Portfoliopreise. Weitere lokale und globale Krisen, ausgelöst z. B. durch Epidemien, Anschläge, Kriege oder Naturkatastrophen können den Geschäftsablauf ebenso erheblich beeinflussen.
RkJQdWJsaXNoZXIy NzExNDc2