| 25 Für existenzielle Kernprozesse sind Notfallpläne hinterlegt. Diese legen auch Kernpersonal für Kernprozesse zur Aufrechterhaltung eines Minimalbetriebes der Versorgung fest. Sämtliche Regelungen werden durch das konzernweite Krisenmanagement koordiniert. Übrige sonstige Risiken Aus der Komplexität der Prozesse in Energieversorgungsunternehmen sowie aus fehlenden Kontrollen an wichtigen Punkten der Prozessketten entstehen operative Risiken. Die Energieunternehmen des TWD-Konzerns wirken diesen Risiken durch zahlreiche implementierte Kontrollen entgegen. Die Abwehr von Cyber-Angriffen hat an Bedeutung gewonnen. Eine stärkere Betonung eines ganzheitlichen Ansatzes im Sinne technischer und organisatorischer Maßnahmen wirkt diesem Risiko entgegen. Aufgrund aktueller demographischer Entwicklungstendenzen wird dem Risiko fehlenden (Fach-) Personales eine hohe Bedeutung beigemessen. Zur Minderung dieses Risikos wurden zahlreiche interne und externe Maßnahmen ergriffen. Im Rahmen der Investitionen sind zahlreiche Bauprojekte geplant. Aufgrund von unvorhersehbaren internen und externen Ressourcenverknappungen im Bauablauf kann es zu Verzögerungen und damit verbundenen Kostensteigerungen kommen. Ebenso stellen Ausfälle von Vertragspartnern im Baubereich, insbesondere von Generalunternehmern, ein Risiko für Kostensteigerungen und Verzögerungen dar. Diesem Risiko wird durch ein umfassendes Monitoring der Vertragspartner sowohl vor Vertragsabschluss als auch während der Bauphase begegnet. Durch den hohen Anteil an Infrastruktur, Gebäuden, Netzen und Technik ist der Konzern Risiken aus Umwelteinflüssen ausgeliefert. Unter Umwelteinflüssen werden wetterbedingte Extremsituationen wie Hochwasser, Sturm, Orkan, Gewitter oder Eislasten verstanden, welche mit ihren Auswirkungen hohe Schäden an technischen Anlagen und flächendeckende Versorgungsausfälle verursachen können. Die Beseitigung der dadurch entstehenden Schäden ist mit hohen Kosten verbunden. Zum Hochwasserschutz wurden zahlreiche bauliche und technische Maßnahmen zur Schadensbegrenzung umgesetzt. Risiken aufgrund technischer Schäden betreffen hauptsächlich Gebäude, Netze und Erzeugungsanlagen. Zur Begrenzung der Schäden sind vertragliche, technische und organisatorische Maßnahmen umgesetzt worden. 5.5 Prognosebericht Der TWD-Konzern geht in der Wirtschaftsplanung für das Jahr 2026 von einem Ergebnisrückgang aus. Dies resultiert im Wesentlichen aus geringeren Ergebnissen der Energieversorger, da im Geschäftsjahr 2025 vergleichsweise hohe Gewinne erzielt wurden. Daraus resultiert gemäß dem Wirtschaftsplan ein stark abfallendes EBT für den TWD-Konzern. Für den TWD-Konzern wird für das Geschäftsjahr 2026 ein positives EBT in niedriger dreistelliger Millionenhöhe erwartet. Die TWD als Einzelgesellschaft plant für das Jahr 2026 einen Jahresüberschuss in Höhe von rd. 97,4 Mio. EUR. Der Bereich Energie Die traditionell gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Stadtwerken und Kommunen wird von EVD als Grundpfeiler ihres Engagements betrachtet. Als Führungsgesellschaft bündelt sie die Beteiligungen an ostsächsischen Energieversorgungsunternehmen des TWD-Konzerns. Sie unterstützt ihre Beteiligungsunternehmen dabei umfassend bei der strategischen Ausrichtung und bei notwendigen Veränderungen in einem liberalisierten und regulierten Energiemarkt. Geplante Ergebnisentwicklung Die EVD plant für das Jahr 2026 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von rund 147,2 Mio. EUR. Es wird von folgender voraussichtlicher Absatzentwicklung im Energiebereich für das Jahr 2026 ausgegangen: ◾ Einen wesentlichen Teil des Unternehmensergebnisses machen die Ergebnisübernahmen aus den Abführungsverträgen aus, geprägt insbesondere durch die SachsenEnergie. ◾ Im Rahmen der Inhousefähigkeit versorgt die EVD als Strom- und Gaslieferant weiterhin mehrere Ämter der Landeshauptstadt Dresden, insgesamt circa 3 216 Abnahmestellen mit Strom und circa 178 Abnahmestellen mit Gas. ◾ Die Geschäftsleitung der TWD verfolgt das Ziel, die TWD durch gezielte Maßnahmen zu restrukturieren, welche u. a. auch Maßnahmen für die EVD im Jahr 2026 vorsehen. ◾ Ebenfalls wirksam im gesamten Planungszeitraum sind die Erträge aus dem Leihentgelt der Aktienleihe zwischen der KBO und der EVD. Weiterhin hängt die voraussichtliche Ergebnisentwicklung der Beteiligungen wesentlich von den energiewirtschaftlichen und politischen Regelungen und Rahmenbedingungen ab. Geplante Investitionen Die EVD plant in den kommenden Jahren im Rahmen der Inhousefähigkeit Investitionen in Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden (PV-Offensive LHD). Der SachsenEnergie-Teilkonzern plant im Jahr 2026 Investitionen in Höhe von 981 Mio. EUR.
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