Geschäftsbericht 2024

| 25 Gemäß Beschluss des Stadtrates der LHD vom 31. März 2025 ist ab 2025 ein regelmäßiger Tilgungszuschuss der LHD an die Bäder für Altverbindlichkeiten in Höhe von 1,5 Mio. EUR pro Jahr vorgesehen. Hinsichtlich der Wirtschaftsplanung für 2025 sowie der Mittelfristplanung hat die Gesellschafterin TWD Vorgaben in Form einer Weisung nach § 308 Abs. 1 AktG erteilt, wonach konkrete Maßnahmen zur Restrukturierung im Plan zu berücksichtigen und im Folgenden umzusetzen sind. Diese Maßnahmen sollen Umsätze erhöhen und Aufwendungen reduzieren, mithin den entstehenden Jahresfehlbetrag gegenüber dem aktuellen Geschäftsjahr kurz- und mittelfristig reduzieren und im Ergebnis aufgrund der Verminderung des Verlustausgleiches zu einer Verringerung der finanziellen Belastung der TWD beitragen. Die Maßnahmen sind geeignet, den Bestand der Gesellschaft auf der Grundlage des nach dem Ergebnisabführungsvertrag durchzuführenden Verlustausgleiches mittelfristig zu sichern, können ihre Entwicklung allerdings aufgrund der engen Vorgaben zum Mitteleinsatz, insbesondere der Durchführung von Investitionen, nachhaltig beeinträchtigen. Die Entsorgung Mit dem weiteren Leistungszuwachs in der SRD wird derzeit das Standortkonzept mit vorgelagertem Nutzerbedarfskonzept für den Hauptstandort Pfotenhauerstraße / Betriebshof Tatzberg und zwei Alternativstandorte angepasst. Die Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation der SRD und den Gebührenhaushalt wurden im März 2025 dem Aufsichtsrat und dem Konzern-Vorstand vorgestellt. In der Planung für das Geschäftsjahr 2025 sind Umsätze in Höhe von 62 Mio. EUR auf Grundlage von avisierten Leistungsmengen und den kalkulierten Entgelten der Leistungsverträge angesetzt. Das Ergebnis im Geschäftsjahr 2025 wird in Höhe von 1.688 TEUR geplant. Der Ergebnisrückgang zum Vorjahr begründet sich aus Mehrkosten in IT-Projekte, Beratungsleistungen und Kosten für Weiterbildung sowie einem wesentlichen Mitarbeiteraufbau. Es werden auch keine Versicherungszahlungen aus Schäden an Fahrzeugen als Sondereffekt erwartet. In einem gemeinsamen Projekt der TWD wird ein zukunftsfähiges Nachnutzungskonzept der BMA erarbeitet. Im gemeinsamen Projekt RING30 (eigenständige Projektgesellschaft unter Federführung der SachsenEnergie) spielen – neben der Entsorgungssicherheit für die LHD – auch die Versorgung mit Energie sowie die Dekarbonisierung der Energieversorgung eine wesentliche Rolle. Hierbei bringt sich die SRD personell und fachlich in die Projektorganisation RING30 ein. Durch eine konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten sollen Risiken von vornherein vermieden werden. 5.6 Gesamtaussage Auch künftig muss die Energiebranche mit tiefgreifenden Veränderungen, instabilen Rahmenbedingungen und volatilen Energiemärkten rechnen. Vorteilhaft ist die thematisch breite Aufstellung sowie die diversifizierte Kundenstruktur der SachsenEnergie. Dies wird durch die Eingliederung der DREWAG verstärkt. Die umgesetzten Maßnahmen zur Risikobegrenzung sichern ein vielfältig zusammengesetztes Chancen- und Risikoprofil. Basierend auf dem öffentlichen Dienstleistungsauftrag ist die DVB als Mobilitätsdienstleister für die LHD der Partner zur Absicherung der Grundmobilität im Rahmen der Daseinsvorsorge. Auf den vorhandenen und begrenzten Verkehrsflächen in einer Großstadt wie Dresden können Mobilitätsbedarfe nur mit einem schnellen und attraktiven ÖPNV gedeckt werden. Diesbezüglich sind für den ÖPNV weitere zusätzliche öffentliche Mittel vom Bund, den Ländern und Kommunen in erheblichem Umfang erforderlich, um den ÖPNV weiter auszubauen, die Finanzierung der Verkehrsbranche sicherzustellen und die vorgegebenen Ziele zur Mobilitätswende und zum Klimaschutz zu erreichen. Als Voraussetzung für die Bereitstellung eines umweltfreundlichen ÖPNV in einer lebenswerten Stadt Dresden investiert die DVB in die Infrastruktur und moderne Fahrzeuge. Insgesamt gilt es für die DVB, die Mobilität der Zukunft flexibel, bezahlbar und klimaschonend mit einem attraktiven, leistungsfähigen und verlässlichen Angebot zu gestalten. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die Gesellschaften durch ihre thematisch breite Aufstellung und Wertschöpfungstiefe, die diversifizierte Kundenstruktur und die umgesetzten Maßnahmen zur Risikobegrenzung über ein vielfältig zusammengesetztes Chancen- und Risikoprofil verfügen. Obwohl der TWD-Konzern eine klare Ausrichtung hat, sind die Folgen des Russland-Ukraine-Krieges, des Nahost-Konflikts, der Energiepreisentwicklungen und damit die weitere Entwicklung für die Unternehmen nur unzureichend in Gänze absehbar. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2025 ist deshalb weiterhin mit größeren Unsicherheiten verbunden. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeitig und für die Folgejahre im Planungshorizont von 5 Jahren nicht erkennbar. Dresden, 26. Mai 2025 Dr. Frank Brinkmann Dr. Axel Cunow Lars Seiffert Geschäftsführer Geschäftsführer Geschäftsführer

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