26 | Besondere Schwerpunkte der kommenden Jahre sind: ◾ Investitionen in die Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung im Rahmen verschiedener Projekte (insb. die thermische Abfallbehandlung RING30 sowie die Errichtung von dezentralen Wärmepumpenanwendungen mit unterschiedlichen Wärmequellen) ◾ Investitionen im Bereich der emissionsarmen Erzeugung, insb. für Ertüchtigungsmaßnahmen in allen Erzeugungsstandorten, für den Elektrodenheizkessel in Reick sowie den Bau eines Großwärmespeichers am Standort Nossener Brücke ◾ Erfüllung der im Fernwärmekonzessionsvertrag abgegebenen Verpflichtung zum weiteren Ausbau des Fernwärmenetzes: aktuell insbesondere die Erschließung und der Ausbau in Dresden-Löbtau, Anschluss neuer Wohngebäude, die Temperatursenkung zum „LowEx-Netz“1 und die Energieträgerumstellung von Gebäuden sowie Maßnahmen im Rahmen des Projektes „Campuslinie“ (insb. Umverlegungsmaßnahmen) ◾ Investitionen in erneuerbare Energien, insbesondere Photovoltaik- und Windenergieanlagen (u. a. das PhotovoltaikProjekt Neudorf-Zeithain sowie die Windparks Reinsdorf und Mannichswalde) und in energienahe Dienstleistungen ◾ Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen im Netzbereich für die Medien Strom und Gas sowie Maßnahmen für die Realisierung des Wasserstoffnetzes ◾ Ausbau von Breitbandinfrastruktur, sowohl gefördert als auch eigenwirtschaftlich ◾ Investitionen in Informations- und Telekommunikationstechnik, u. a. Fortführung Errichtung eines 450-MHz-LTEFunknetzes im Raum Ostsachsen und Dresden ◾ Ausbau der Versorgung für die Chipindustrie im Dresdner Nordraum mit Betriebswasser (im Planjahr 2026 insbesondere Planung eines Flusswasserwerkes sowie Planung und Realisierung des zugehörigen Versorgungsnetzes) ◾ Ersatzinvestitionen in den Wasserwerken Coschütz, Hosterwitz und Tolkewitz sowie Neubau u. a. einer Flusswasserfilterhalle und des Reinwasserbehälters im Wasserwerk Hosterwitz ◾ Maßnahmen zur Sanierung des Wassernetzes (insb. strategischer Austausch von risikobehafteten Leitungen des Transport- und Verteilleitungssystems, zu großen Teilen im Rahmen des koordinierten Bauens mit externen Partnern) ◾ Ersatz und Erweiterung der Liegenschaften, insb. Sanierung der unter Denkmalschutz stehenden Industriebauten im ehemaligen Heizkraftwerk Mitte sowie des Technischen Ausbildungszentrums in Dresden-Reick ◾ Grunderwerb insb. zur Durchführung betriebsnotwendiger Projekte, z. B. RING30, Flusswasserwerk, Neu- und Ausbau von Umspannwerken ◾ Investitionen in die Informationsverarbeitung (u. a. Umstellung des Abrechnungssystems im Rahmen des Projektes MAGNA) ◾ Investitionen in Projekte der E-Mobilität. 1 Low-Exergie Netz: spezielle Form von Niedertemperaturnetzen, die auf geringerem Temperaturniveau als konventionelle Wärmenetze betrieben werden Auswirkungen geopolitischer Konflikte Am 28. Februar 2026 begann eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen den USA und Israel einerseits sowie der Islamischen Republik Iran andererseits (im Folgenden: „Nahost-Krieg”). Der Konflikt führt seit seinem Ausbruch zu erheblichen Preisbewegungen an den internationalen Energie-Großhandelsmärkten. Besonders betroffen ist der Erdgasmarkt, auf dem kurzfristige Preisanstiege von bis zu 100 % gegenüber dem Vorkrisenniveau verzeichnet wurden. Ursächlich hierfür ist die Befürchtung einer längerfristigen Sperrung der Straße von Hormus, über die rund 20 % des weltweiten LNGHandels abgewickelt werden. Auch die europäischen Strommärkte verzeichnen spürbare Preissteigerungen im kurzfristigen Bereich. Auch die Auswirkungen des noch immer andauernden russischen Angriffskrieges auf die Ukraine sind weiterhin weder geopolitisch noch energiepolitisch und wirtschaftlich zum gegenwärtigen Zeitpunkt absehbar. Weiterhin stellt derzeit u. a. die schwer kalkulierbare Zollpolitik der USA eine unsichere Komponente für die Weltwirtschaft dar. Außerdem birgt die Abkehr der USA von erneuerbaren Energien und die erneute Fokussierung insbesondere auf fossile Ressourcen Risiken für Wirtschaft und Klima. Somit sind auch eine belastbare Prognose und eine vollumfängliche Bewertung der Folgen dieser globalen Konflikte und politischen Unsicherheiten für Unternehmen und Verbraucher nicht möglich. Die Unternehmen der EVD beobachten die Lage fortlaufend und bewerten mögliche Auswirkungen auf ihre Lieferketten, Energiebeschaffungskosten sowie ihre Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses ist eine abschließende Quantifizierung der finanziellen Auswirkungen nicht möglich. Eine wesentliche Beeinträchtigung der Geschäftstätigkeit und der Unternehmensfortführung ist nach derzeitigem Kenntnisstand nicht zu erwarten. Der Nahverkehr Der Wirtschaftsplan sieht für 2026 einen Verlustausgleich durch die TWD von 50,8 Mio. EUR und eine Ausgleichszahlung der LHD im Rahmen des Öffentlichen Dienstleistungsauftrags von 31,2 Mio. EUR vor. Erwartet werden rund 186,0 Mio. Linienbeförderungsanfälle. In Summe sind im Zusammenspiel des Ausgleichmechanismus zum Deutschlandticket und den VVO-Tariferhöhungen eine Steigerung der Verkehrserlöse auf insgesamt 186,0 Mio. EUR veranschlagt. Auf Grundlage der prognostizierten Bezugspreise für Material, Fremdleistungen und Betriebskosten sowie der Personalkosten sind Aufwendungen in Höhe von insgesamt 303,2 Mio. EUR geplant.
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