TWD Geschäftsbericht 2025

| 27 Als Konsequenz der schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen für die DVB sind bis Ende 2026 nur zwingende Personaleinstellungen vorgesehen. Wiederbesetzungen von vakanten Stellen erfolgen nur nach vollumfänglicher Prüfung. Unsicherheiten ergeben sich aus den zu Jahresbeginn 2026 stattfindenden Tarifverhandlungen zum Rahmentarifvertrag TV-N Sachsen. Neben Tarifsteigerungen und attraktiveren Arbeitsbedingungen befinden sich die Vermeidung von Angebotskürzungen und die Sicherung von Beschäftigungsverhältnissen im Fokus der Verhandlungen. Die Mittelfristplanung ab 2027 ist an einer Verlustausgleichsfinanzierung von 80 Mio. EUR ausgerichtet. Ein städtischer Zuschuss zur Angebotsfinanzierung ist nicht mehr eingeplant. Es werden Reduzierungen im Leistungsangebot über den ÖDA von rund 10 % erforderlich. Auf Grundlage des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags sowie des Cash-Pool-Vertrages mit der TWD und der geplanten Ausgleichszahlung der LHD ist die Zahlungsfähigkeit der DVB als gesichert anzusehen. Geplante Investitionen Die DVB verfolgt das Ziel, mit einem guten Angebot und Service die Grundlagen für einen im Wettbewerb der Verkehrsträger attraktiven und effizienten ÖPNV zu schaffen. Der Investitionsplan 2026 ff. beruht auf der Maßgabe der TWD und LHD, keine Kreditierung zur Finanzierung geplanter Investitionsmaßnahmen zu unterstellen. Für die Finanzierung der Investitionsprojekte stehen damit zunächst allein Abschreibungen und Fördermittel zur Verfügung. Für dringend sanierungsbedürftige Infrastruktur erhält die DVB von der LHD für den Zeitraum von 2026 bis 2030 zusätzlich finanzielle Mittel gemäß dem im Stadtrat beschlossenen Brückenfonds von insgesamt 34,0 Mio. EUR. Insgesamt kann die DVB in 2026 so Investitionen von 93,9 Mio. EUR stemmen. In den Folgejahren sind Investitionen in das Bestandsnetz, die Erweiterung der schienengebundenen Infrastruktur, die Erneuerung des Fuhrparks und der Umbau der Betriebshöfe mit einem Investitionsvolumen zwischen rund 84,4 Mio. EUR und 88,5 Mio. EUR geplant. Zur Investitionsfinanzierung sollen wie in den Vorjahren die Förderprogramme von Bund, Freistaat Sachsen sowie der Europäischen Union (EFRE) genutzt werden. Demgegenüber steht, dass zum Bestandserhalt durchschnittliche Investitionen von 130,0 Mio. EUR bis 155,0 Mio. EUR p. a. notwendig sind. Dauerhaft kann mit dem eingeschränkten Investitionsvolumen der Betrieb im heutigen Umfang nicht sicher aufrechterhalten werden. Es können vermehrt Ausfälle, höhere Instandhaltungskosten und Qualitätseinschränkungen entstehen. Insofern stellt die vorgegebene Begrenzung des Investitionsvolumens eine entwicklungsbeeinträchtigende Wirkung auf die strategische Ausrichtung der DVB dar. Die Dresdner Bäder Die Finanzierung des jährlichen Defizits der DDB erfolgt über den mit dem Gesellschafter TWD abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrag. Verluste der DDB aus der Sparte Vereins- und öffentliches Schwimmen werden mit den steuerlichen Gewinnen aus der Energieversorgung im steuerlichen Querverbund verrechnet. Die denkmalgeschützte alte Schwimmhalle Klotzsche aus dem Jahr 1935 unterliegt einem deutlich schnelleren Alterungsprozess als ursprünglich angenommen. Um den Weiterbetrieb sicherzustellen und eine Schließung zu vermeiden, besteht insbesondere bei der Lüftungsanlage, der Decke des Kellergeschosses sowie am Schwimmbecken dringender Handlungsbedarf. Derzeit wird von einem Investitionsbedarf in Höhe von 2,7 Mio. EUR im Jahr 2026 (davon rd. 1,2 Mio. EUR aktivierungspflichtig und 1,5 Mio. EUR aufwandswirksam) sowie 0,3 Mio. EUR im Jahr 2027 (aktivierungspflichtig) ausgegangen. Sollten die Maßnahmen nicht umgesetzt werden können, wird die Schwimmhalle spätestens zur Jahresmitte 2026 durch den verantwortlichen Statiker für den Betrieb gesperrt. Die technische Sanierung der bestehenden Schwimmhalle Klotzsche zur Betriebssicherung ist für die Jahre 2026/2027 geplant, sofern Fördermittel und Zuschüsse in Höhe der Sanierungskosten durch die LHD zur Verfügung gestellt werden. Um mit regenerativen Energiesystemen den hohen Energiekosten entgegenzuwirken, wird neben den bereits in Betrieb genommenen Photovoltaikanlagen die Installation einer weiteren Anlage für Photovoltaik auf dem Dach der Schwimmhalle Bühlau für das Jahr 2026 geplant. Gemäß der in der Aufsichtsratssitzung vom 10. Dezember 2025 vorgestellten Wirtschaftsplanung der DDB wird mit einem Jahresfehlbetrag 2026 vor Verlustübernahme in Höhe von 13,3 Mio. EUR gerechnet. Die Entsorgung Zur Begrenzung externer Einflüsse aus den gesetzten Rahmenbedingungen wurden gezielte Strategiemaßnahmen er- griffen. Insbesondere wurde die Gewinnung zusätzlicher privater Auftraggeber strategisch intensiviert, um die Abhängigkeit von einzelnen Leistungsbereichen zu reduzieren und die wirtschaftliche Stabilität zu stärken. Diese Maßnahmen erfolgten aus eigener Initiative und tragen zur Diversifizierung der Erlösstruktur bei. Erste Erfolge hieraus sind bereits im Jahr 2025 sichtbar oder kommen in 2026 zum Tragen. In der Planung für das Geschäftsjahr 2026 sind Umsätze in Höhe von 64 Mio. EUR auf Grundlage von avisierten Leistungsmengen und den kalkulierten Entgelten der Leistungsverträge angesetzt. Das Ergebnis im Geschäftsjahr 2026 wird in Höhe von 914 TEUR geplant.

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