| 27 6.1.2 Energienetze Die SachsenNetze sind der zuverlässige Strom- und Gasnetzbetreiber für Dresden und die Region. Unter der Marke firmieren zwei Netzgesellschaften: Die SachsenNetze HS. HD GmbH betreibt das gesamte Hochspannungs- und Hochdrucknetz in Dresden und Ostsachsen sowie das Mittel- und Niederspannungsnetz in Ostsachsen (ohne Dresden). Die SachsenNetze GmbH bündelt das gesamte Mittel- und Niederdrucknetz in Dresden und Ostsachsen und betreibt das Mittel- und Niederspannungsnetz in Dresden. Strom Hauptschwerpunkte der Investitionstätigkeit waren die Erweiterung und Erneuerung von 110 kV-Leitungen, 110-kVUmspannwerken inklusive Beschaffung Transformatoren, Mittel- und Niederspannungsleitungen, Umspannstationen und die Errichtung von Kundenanschlüssen. Im Rahmen des Programms zur Gewährleistung der technischen Sicherheit von bestehenden 110-kV-Freileitungen im Sinne des § 49 Energiewirtschaftsgesetzes wurden diesbezügliche Maßnahmen an ausgewählten Masten und Leitungsabschnitten innerhalb der Regionen Ostsachsens, u. a. an den Leitungsanlagen Eschdorf-Oberputzkau, Streumen-Zeithain und Lauba-Friedersdorf durchgeführt. Im Bereich der 110-kV-Umspannwerke lag der Schwerpunkt im Jahr 2024 innerhalb der Regionen Ostsachsens auf der Fortführung der Mehrjahresvorhaben, u. a. Umspannwerke Neustadt/Sa., Zeithain und Bautzen/Süd. In der Landeshauptstadt Dresden lag der Schwerpunkt in der Ertüchtigung der Umspannwerke Dresden-Räcknitz sowie Dresden-Süd. Im östlichen Teil des Versorgungsgebietes, in den Regionalbereichen Bautzen und Görlitz, erfolgte vorrangig die kundengetriebene Spannungsumstellung von 10 kV auf 20 kV zur Erhöhung der Übertragungsfähigkeit der Mittelspannungsnetze. Ein weiterer Schwerpunkt der Maßnahmen lag 2024 in dem Ausbau von Umspannstationen zu „intelligenten Ortsnetzstationen“. Ausgewählte Stationen werden mit fernüberwachten und fernsteuerbaren Schaltanlagen ausgestattet und damit die Versorgungszuverlässigkeit erhöht, die Zugriffszeiten im Störungsfall reduziert und die volatile dezentrale Einspeisung von erneuerbaren Energien sowie die steigende Auslastung der Netze durch die E-Mobilität beobachtbar gemacht. Schwerpunkte der Investitionstätigkeit im Mittelspannungs-/ Niederspannungsnetz lagen u. a. im Ersatz von nicht qualitätsgerechtem Leitungsbestand, wie z. B. der Ablösung störungsbehafteter PE-Mittelspannungs- und Massekabel. Ein wesentlicher Teil dieser Maßnahmen erfolgt in Koordinierung mit der Landeshauptstadt Dresden. Als Beispiele können dafür die Maßnahmen Würzburger Straße, Südpark, Neuländer Straße, Bautzner Straße sowie Annenstraße genannt werden. Gas Bei der Erneuerung lag der Fokus auf der Ablösung von Netzleitungen entsprechend der festgelegten Nutzungsdauern. Umfangreiche Erneuerungen wurden an den Hochdruckleitungen in Gröditz, Wünschendorf sowie Pirna-Struppen durchgeführt. Neben Maßnahmen am Gasleitungsnetz erfolgten Erneuerungen von Übernahmeregelanlagen, u. a. in Niesky, Dürröhrsdorf, Mohorn und Pirna, sowie der Übernahmemessanlage in Friedewald. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Erneuerung von Netz- und Hausanschlussleitungen, wobei die Ablösung von Hausanschlüssen aus Stahl sowie von Netzleitungen entsprechend Erreichung der festgelegten Nutzungsdauern hierbei im Fokus stand. Auch 2024 erfolgten in Dresden weitere Netzumstellungen bei Gasleitungen von Niederdruck auf erhöhten Niederdruck oder Mitteldruck, um in druckschwachen oder druckschwankungsreichen Gebieten, wie Dresden-Plauen, -Wölfnitz, -Mockritz sowie -Seevorstadt-Ost/Großer Garten (Wiener Straße), eine erhöhte Versorgungsqualität zu erreichen. Die nach wie vor hohe Investitionstätigkeit in die Netze wird durch ein umfangreiches Instandhaltungsprogramm ergänzt. 6.1.3 Kraft & Wärme Die Unternehmen im EnergieVerbund Dresden sind erfolgreich in den Bereichen der Fernwärmeversorgung sowie Strom-, Biogas- und Wärmeerzeugung tätig und betreiben Energieumwandlungsanlagen von und für Kunden. SachsenEnergie baut Fern- und Nahwärmenetze weiter aus und dekarbonisiert die Wärmeerzeugung Schritt für Schritt. Die maßgeschneiderte Technik des Konzerns bedient Wärmesenken jeglicher Größe: Industrie, Gewerbe, Wohngebiete. Mit Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung sorgt SachsenEnergie als Ermöglicher der Energiewende für Netzstabilität in ganz Sachsen. Der SachsenEnergie-Konzern hat sich als Ziel gesetzt, möglichst bis 2035 und spätestens bis 2045 klimaneutral zu sein. Unter Berücksichtigung von Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit umfasst das Konzept zur vollständigen Dekarbonisierung dabei die Vermeidung von Emissionen, die bei der Erzeugung von Strom und Wärme in den eigenen Kraftwerken, dem Ausgleich von Netzverlusten sowie im Fuhrpark entstehen. Da ca. 90 % der zu vermeidenden Emissionen des SachsenEnergie-Konzerns in der Sächsischen Landeshauptstadt Dresden entstehen, ist die Ergrünung der Fernwärmeversorgung und der Stromproduktion ein zentraler Bestandteil des Dekarbonisierungsplanes. Dessen Umsetzung soll durch die Nutzung von Abwärme aus Industrieprozessen und Abfallverwertung, den Einsatz von Großwärmepumpen und -speichern sowie weiteren Elektrodenheizkesseln erfolgen.
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