Geschäftsbericht 2024

| 29 Des Weiteren wurden Umbaumaßnahmen in bestehender Anlagentechnik durchgeführt. Ein Beispiel hierfür ist die Erdgasanlage Klotzsche mit der Erneuerung des BHKW, inklusive zusätzlicher Installation eines elektrischen Widerstandserhitzers, welches im Sommer 2024 in Betrieb genommen wurde. 2024 2023 2022 Fernwärmeabsatz (in GWh) 1 535 1 537 1 602 Wärme-/Kälteabsatz (in GWh) SachsenEnergie GSW 209 196 13 240 185 55 248 191 57 6.1.4 Wasser Das strategische Geschäftsfeld Wasser im SachsenEnergieKonzern sichert eine nachhaltige und resiliente Wasserversorgung in der Landeshauptstadt Dresden sowie im Verbandsgebiet der Beteiligungsgesellschaft Wasserversorgung Brockwitz-Rödern GmbH. SachsenEnergie versorgt Dresden jeden Tag sicher mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser. Mit den benachbarten Wasserversorgungsunternehmen pflegt die Unternehmensgruppe grenzübergreifende Lieferbeziehungen und gegenseitige Unterstützung bei Havarien. Durch den Ausbau bestehender Versorgungssysteme und den geplanten Neubau eines Flusswasserwerks für die Halbleiterindustrie wird eine Substitution von Trinkwasser mit Industriewasser möglich und damit werden wertvolle Trinkwasserressourcen geschont. Gleichzeitig wird die langfristige Entwicklung der Industrie in Dresden und Umgebung ermöglicht. Im Einklang mit der nationalen Wasserstrategie und als Antwort auf die klimatischen Veränderungen unterstützt SachsenEnergie aktiv den Aufbau resilienter Fernwasserverbundsysteme zur Erhöhung der Versorgungssicherheit aller. Die Landeshauptstadt Dresden ist bereits heute der größte Standort der Halbleiter-Industrie in Europa. In den nächsten Jahren wird mit der weiteren Neuansiedlung von branchenähnlichen Firmen gerechnet. Die mit diesen Ausbauplänen verbundene Ausweitung der Produktionskapazitäten wird dazu führen, dass sich die Nachfrage an Industriewasser durch die Halbleiterindustrie in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren verdoppelt oder gar verdreifacht. Damit wird sich der Anteil dieses Industriezweiges am Gesamtwasserbedarf Dresdens von derzeit 30 % auf ca. 50 % bis zum Jahr 2030 erhöhen. Um dieser erhöhten Nachfrage der stark wachsenden Chip-Industrie an Industriewasser bei gleichzeitigem Erhalt der hohen Versorgungssicherheit der Dresdner Bevölkerung mit Trinkwasser gerecht zu werden, soll bis 2030 ein neues Flusswasserwerk und das dazugehörige Transportsystem im Dresdner Nordraum errichtet werden. Mit dem Bau dieses Flusswasserwerkes wird die Industriewasserversorgung von der Trinkwasserversorgung entkoppelt, so dass industrielle Neuansiedlungen und Erweiterungen ermöglicht werden, ohne die Trinkwasserversorgung für die Bevölkerung zu beeinträchtigen. Parallel dazu werden bis 2026 die bestehenden Wasserwerke Coschütz, Hosterwitz und Tolkewitz ertüchtigt und das Reserve-Wasserwerk Albertstadt erneut in Betrieb genommen. Ein Investitionsschwerpunkt des Jahres 2024 bildeten Erneuerungen und Neubau im Dresdner Trink- und Brauchwassernetz. Insbesondere hervorzuheben ist das Erneuerungsprogramm der Großrohrleitungen, welche die Hauptschlagadern des Wassernetzes sind, da von ihnen das Versorgungsnetz der Landeshauptstadt Dresden abzweigt. Für diese Erneuerungen wurde 2024 ein eigenständiges Programm aufgelegt, bei welchem es eine enge Zusammenarbeit mit dem Straßen- und Tiefbauamt der Landeshauptstadt Dresden gibt. Zu nennen sind dabei im Jahr 2024 insbesondere die Erneuerung der Trinkwasserleitungen in den Straßenzügen Wehlener Straße/Alttolkewitz/Österreicher Straße und Rehefelder Straße/Bürgerstraße sowie in der Würzburger Straße. Außerdem wurden in Zusammenarbeit mit dem Straßen- und Tiefbauamt der Landeshauptstadt Dresden weiterhin Investitionsmaßnahmen im Bereich der Versorgungsleitungen durchgeführt, zum Beispiel die Erneuerung des Leitungsbestandes in der Ullersdorfer Straße. Zudem wurde in Leitungsabschnitte investiert, welche aufgrund von Schadenshäufigkeiten erneuert werden mussten bzw. die zu einer Optimierung des Leitungsnetzes führten. Beispielhaft sind hier die Trinkwasserleitungen in der Magazinstraße und der Weinbergstraße (Trachau) zu nennen. Der Ausbau des Netzes für die Betriebswasserversorgung im Dresdner Norden, mit der Neuverlegung einer Transportleitung vom Hochbehälter Hosterwitz bis zum Pumpwerk Pillnitz-Moritzburger-Weg, einschließlich der Querung von zwei Gewässern und einer Bahntrasse, sowie der Querung der Königsbrücker Straße in Höhe Moritzburger Weg stellt ein weiteres Großprojekt dar. Im Jahr 2023 wurde für diese Maßnahme mit der Grundlagenermittlung und Planung begonnen. 2024 erfolgten erste bauliche Umsetzungen, mit der Heideleitung. Schwerpunkte des Investitionsgeschehens der Wassergewinnungsanlagen waren die Fortführung der Erneuerung der Rohwasserleitung mit dem Bauabschnitt Gitterseestraße, welche im Jahr 2024 zur Fertigstellung kam. Weitere Bauabschnitte folgen in den kommenden Jahren. Im Wasserwerk Coschütz, welches das Leitwasserwerk der Dresdner Wasserversorgung ist, wurden erneut umfangreiche Erneuerungsmaßnahmen durchgeführt, u. a. die Fortführung der Erneuerung der Filter. Im Wasserwerk Hosterwitz wurde das größte Investitionsvolumen über mehrere Einzelmaßnahmen umgesetzt. Zu nennen sind dabei u. a. der Neubau einer Flusswasserfilterhalle einschließlich darin enthaltener Aufbereitungstechnik, der Neubau des Reinwasserbehälters und die Erneuerung der Flusswasserfilterstufe. Zudem sind die Maßnahmen zur

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