TWD Geschäftsbericht 2025

| 35 Wirtschaftliche Entwicklung (DVB und VGM) 2025 2024 2023 Fahrgastentwicklung Fahrgäste (in Mio.) 195,7 195,0 170,8 Umsatz Verkehrserlöse (in Mio. EUR) 216,9 208,5 187,9 Investitionen (in Mio. EUR) Anlagevermögen Fördermittel 57,5 26,3 86,8 39,3 134,0 80,1 Zur nachhaltigen Sicherung der finanziellen Stabilität der TWD und ihrer Tochtergesellschaften erfolgte der Verkauf der DVB-Geschäftsanteile (35 %) an der Dresden-IT GmbH (zum 1. Januar 2026) und an der Verkehrsgesellschaft Meißen mbH (mit Wirkung zum 31. Dezember 2025). Ein moderner und leistungsfähiger ÖPNV mit umweltfreundlichen und energieeffizienten Verkehrsmitteln zur Erfüllung der Daseinsvorsorge und des Klimaschutzes benötigt verlässliche und stabile Lösungen betreffs der zukünftigen Finanzierung. Der Weiterentwicklungs- und Finanzierungsprozess des ÖPNV bedingt zwingend die Unterstützung der politisch Verantwortlichen in Bund, Ländern und Kommunen. 6.3 Stadtreinigung Die Stadtreinigung Dresden GmbH (SRD) ist seit dem 1. Juli 2020 wieder eine 100%ige Tochter der Gesellschafterin TWD. Die zu diesem Zeitpunkt abgeschlossenen Dienstleistungsverträge mit der Landeshauptstadt Dresden (LHD) haben eine Laufzeit von 15 Jahren zzgl. einer Verlängerungsoption. Als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb erbringt die SRD im Auftrag der LHD die termin- und qualitätsgerechten Entsorgungs- und Reinigungsleistungen. Es werden die Rest- und Bioabfälle, Papier, Pappe und Kartonagen (PPK) der Blauen Tonne sowie mit geringem Anteil die Leichtverpackungen (Gelbe Tonne/Gelber Sack) an haushaltnahen Standplätzen im Vollservice erfasst und in die entsprechenden Verwertungs- und Entsorgungsanlagen transportiert. Standplatznahe Zusatzleistungen sind eine wichtige Ergänzung zur Erfüllung der Aufgaben. Das Abfallaufkommen zeigt sich im Jahr 2025 aufgrund verschiedener Einflüsse in den einzelnen Abfallfraktionen in unterschiedlicher Entwicklung. Wesentliche Steigerungen oder Verringerungen sind dabei aber nicht auszumachen. Die SRD hat rund 67 465 t Mengen Restabfall aus den Haushalten der LHD gesammelt. Diese wurden in der Dresdener Abfallverwertungsgesellschaft mbH/Umschlaganlage der SRD angenommen und zur weiteren Entsorgung verladen. Die Anlage wird genehmigungskonform betrieben. Je Quartal erstellt und versendet die SRD ca. 57 778 Gebührenbescheide an die Grundstückseigentümer. Die sehr niedrige Widerspruchsquote zeigt die hohe Qualität in der Prozessorganisation. Das gemeinsam mit dem Amt für Stadtreinigung und Abfallentsorgung sowie der Dresden IT GmbH entwickelte Portal zur standardisierten elektronischen Bereitstellung von Gebührenbescheiden läuft zuverlässig und wird voraussichtlich ab 10. April 2026, also mit Versand der Gebührenbescheide, für das erste Quartal 2026 abgeschlossen sein. Die SRD betreibt fünf Wertstoffhöfe, auf denen im Geschäftsjahr 2025 rund 24 114 t Sperrmüll, Altholz, Grünabfälle, Elektroaltgeräte und Sonderabfälle aus Haushalten der Stadt Dresden erfasst und getrennt zur Verwertung bzw. Entsorgung gebracht werden. Die Mengen liegen über dem Vorjahreszeitraum. Im Sonderabfall-Zwischenlager der SRD wurden 867 t gefährliche Abfälle angenommen und entsorgt. Die Stadtreinigung Dresden setzte im Jahr 2025 ihre Aufgabe fort, ein gepflegtes und sauberes Stadtbild sicherzustellen. Trotz veränderter Rahmenbedingungen und reduzierter Beauftragungen entwickelte sich der Bereich insgesamt stabil. Im Geschäftsjahr wurden 75 347 km Fahrbahn gereinigt, ein Rückgang von - 3,15 % gegenüber 2024. Diese Abweichung ist vor allem auf verlängerte Winterphasen zurückzuführen, in denen weder Fahrbahn‑ noch Gehbahnreinigungen möglich waren. Die gereinigten 116 394 Tm² Gehweg‑ und Platzflächen lagen - 1,74 % unter dem Vorjahr. Im Bereich der Papierkorbentleerung wurden 473 039 reguläre Entleerungen durchgeführt (- 1,01 % zu 2024). Die Schwankungen befinden sich im üblichen Rahmen und sind vor allem durch dynamische Faktoren wie temporäre Sperrungen, Baustellenführungen oder defekte Behälterstandorte beeinflusst. Die Zusatzentleerungen an Feiertagen und bei Veranstaltungen stiegen auf 30 013 Vorgänge (+ 4,98 %). Im Stadtgrünbereich wurden 27 000 Wässerungen durchgeführt (+18,4 %). Die Zahl der betreuten Jungbäume lag bei 5 400 (- 10 %). Die Beauftragung erfolgt hierbei bedarfsgerecht in Abhängigkeit von Vegetation, Standortbedingungen und Wasserhaushalt. Die Pflege von 1 662 Baumscheiben markierte eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr (+ 349 %).

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